07.08.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> LKA: Kriminelle Clans in NRW könnten Corona-Gelder erhalten haben

LKA: Kriminelle Clans in NRW könnten Corona-Gelder erhalten haben

Ermittler: Bloße Clan-Zugehörigkeit aber kein Ausschlusskriterium bei Hilfen

Das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt geht dem Verdacht nach, dass kriminelle Clans staatliche Corona-Soforthilfe abgegriffen haben könnten.

Düsseldorf - Es gebe in vereinzelten Fällen Hinweise darauf, dass Clan-Mitglieder solche Finanzhilfen der Bundesregierung erhalten hätten, sagte der leitende LKA-Kriminaldirektor Thomas Jungbluth der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe). Er betonte aber, dass auch ein Clan-Mitglied etwa als Betreiber einer Shisha-Bar unter Umständen Anspruch auf Corona-Soforthilfe habe.

"Ein Clan-Angehöriger bleibt grundsätzlich anspruchsberechtigt", sagte Jungbluth. Die Zugehörigkeit zu einem Familienclan lasse die Anspruchsberechtigung nicht erlöschen. Mit den Soforthilfen will die Bundesregierung durch die Corona-Krise in Nöte geratenen Unternehmen und Soloselbstständigen zügig unter die Arme greifen. In mehreren Bundesländern gehen die Strafverfolgungsbehörden dem Verdacht auf Betrügereien bei Antragstellungen nach.

(xity, AFP)


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