26.02.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Kriminologe fordert Lockerung des Waffenrechts für Politiker bei Todesdrohungen

Kriminologe fordert Lockerung des Waffenrechts für Politiker bei Todesdrohungen

Pfeiffer: Betroffene sollten zeitlich befristet Waffenschein bekommen

Angesichts zunehmender Bedrohungen von Politikern fordert der Kriminologe Christian Pfeiffer eine Lockerung des Waffenrechts für Betroffene.

Berlin - Unter bestimmten Voraussetzungen sollten Politiker befristet einen großen Waffenschein erhalten, regte Pfeiffer in der "Rheinischen Post" vom Mittwoch an.

"Politiker, die aktuell Todesdrohungen ausgesetzt sind, die auch aus der Sicht der Polizei ernst zu nehmen sind, und trotzdem vom Staat keinen vollumfänglichen Personenschutz erhalten, sollten zum einen zeitlich befristet einen großen Waffenschein und zum anderen auf Leihbasis die von ihnen beantragte Waffe bekommen", sagte Pfeiffer dem Blatt. Das Waffenrecht müsse entsprechend geändert werden.

Wie lange ein gefährdeter Politiker eine Waffe bekommt, soll sich dem ehemaligen Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen zufolge nach der Dauer der Bedrohung richten. Pfeiffer bezog sich mit seinen Äußerungen auf den Fall des Kamp-Lintforter Bürgermeisters Christoph Landscheidt (SPD), der nach Drohungen Rechtsextremer einen großen Waffenschein beantragt hatte. Inzwischen zog Landscheidt den Antrag zurück.

(xity, AFP)


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