27.11.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Knieoperationen mit neuer Roboterunterstützung

Knieoperationen mit neuer Roboterunterstützung

St. Vinzenz-Krankenhaus erhält Hightech-Assistent

Am St. Vinzenz-Krankenhaus verwenden Operateure jetzt als erste in der Region Düsseldorf ein roboterassistiertes Hightech-Verfahren bei Operationen für Kniegelenksprothesen.

Knieoperationen mit neuer Roboterunterstützung

Düsseldorf - Operiert wird mit dem neuen Roboterassistenten nicht nur knochenschonend, sondern unter Einsatz einer speziellen 3D-Bildgebung und eines Roboterarms. Bereits vor der Operation werden die Knochenschnitte präzise geplant. Der vom Operateur bediente Roboterarm führt diese dann mit höchster Genauigkeit durch, damit die Prothese perfekt angepasst im Knochen sitzt. In Kombination mit dem Rapid Recovery Programm sind Patienten damit schneller wieder selbstständig und mobil. Nachoperationen müssen nur noch deutlich seltener durchgeführt werden.

Weltweit belegen wissenschaftliche Studien: Bis zu 20 Prozent der Patienten, die eine Knieprothese erhalten, sind danach nicht vollkommen zufrieden. Dazu Prof. Dr. med. Christoph Schnurr, Chefarzt der Klinik für Orthopädie am St. Vinzenz-Krankenhaus: "Ungenau eingesetzte Knieprothesen können zu schlechter Beweglichkeit, zu Schmerzen und vorzeitiger Lockerung führen." Ursache dafür: bisher mussten sich selbst erfahrene Operateure bei den Sägeschnitten im Knie sowie bei der Achskorrektur auf ihr Gefühl verlassen. Durch das neue roboterassistierte OP-System am Düsseldorfer St. Vinzenz-Krankenhaus kann dies sicher vermieden werden, da akkurate Planungen vor der OP durch den Roboterarm hochpräzise umgesetzt werden.

Die Patienten müssen sich aber nicht vor einem selbstständig operierenden Roboter fürchten. Operiert wird der Patient von einem erfahrenen Operateur des Endoprothetik-Zentrums der Maximalversorgung. Der von ihm geführte Roboterarm ermöglicht die perfekte Anpassung der Prothese an das Kniegelenk und vermeidet ungenaue Knochenschnitte. Einen wesentlichen Vorteil des Roboters sieht Professor Schnurr aber auch in der erhöhten Patienten-sicherheit: "Durch die hochpräzisen Sägeschnitte werden Weichteile und Bänder sicher geschont, eine Voraussetzung für optimale Beweglichkeit und Stabilität nach der Operation."

Die Technologie wurde in den USA entwickelt und ist als knochen- und bandschonende Methode seit 2007 im Einsatz. In Deutschland werden derartige Eingriffe bislang nur an ausgewählten 18 Stand-orten durchgeführt, die über einen OP-Roboter verfügen.

Der Roboterassistierte Kniegelenkersatz ist Thema beim VKKD Gesundheitsforum am 21. September 2020. Hier wird das neue OP-Verfahren mit Roboter jeweils zu den Zeitblöcken 13:00, 16:00 und 19:00 Uhr im Maxhaus vorgestellt. Unter dem Titel "Roboterassistierte Chirurgie: höchste Präzision bei Schlitten-und Knieprothesenimplantation" erklären die Ärzte, wie mit dem Roboterarm operiert wird. Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet unter Corona-Schutzauflagen statt. Einlass jeweils ab 15 Minuten vor Beginn. Die Teilnehmerzahl ist auf 50 Personen pro Zeitblock begrenzt. Interessierte werden um vorherige Anmeldung gebeten.


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