20.09.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Klimaschutz in den eigenen vier Wänden

Klimaschutz in den eigenen vier Wänden

Sanierungsmaßnahmen für den kleinen Geldbeutel

Eigenheimbesitzer können laut Deutscher Umwelthilfe mit kostengünstigeren Maßnahmen den Klimaschutz in den eigenen vier Wänden vorantreiben, Heizkosten senken und die Wohnqualität steigern.

Berlin - Um den Klimaschutz im Eigenheim oder Eigentum zu stärken, muss nicht immer das gesamte Gebäude gedämmt oder die Heizungsanlage komplett ausgetauscht werden. Niedriginvestive Maßnahmen können große Wirkung entfalten: Von der Dämmung der obersten Geschossdecke bis zum hydraulischen Abgleich der Heizung - die Maßnahmen können oft schon kurzfristig zur Energieeinsparung beitragen. Und: Die Kosteneinsparung ist häufig nach einigen Jahren bereits höher als die ursprüngliche Investition.

Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH: "Bei der Gebäudesanierung gibt es eine Vielzahl von niedriginvestiven Maßnahmen, die sich nicht nur für Verbraucherinnen und Verbraucher finanziell rentieren können, sondern auch ein erhebliches Effizienz- und Klimaschutzpotenzial haben."

Durch Heizungsoptimierungen können die Heizkosten und der CO2-Ausstoß gesenkt werden. Ein verbessertes Zusammenspiel aus Heizen und Lüften steigert zudem die Luftqualität. Auch Geschossdecken- und Einblasdämmungen reduzieren die Heizkosten. Solche Investitionen lohnen sich oft bereits nach einigen Jahren und leisten zudem schon kurzfristig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Denn der Gebäudebereich ist allein in Deutschland für rund 35 Prozent des Energieverbrauchs und für 28 Prozent der energiebedingten CO2-Emissionen verantwortlich. Die Bundesregierung versagt aus Sicht der DUH beim Klimaschutz im Gebäudebereich jedoch auf ganzer Linie. Noch immer werden falsche Anreize gesetzt, die fossile Energieträger wie Gas oder Öl bevorteilen. Eine Lenkungswirkung hin zu klimafreundlichen Erneuerbaren Energien im Gebäudebereich fehlt.

Neben energieeffizienten Neubauten kommt der energetischen Sanierung des Gebäudebestands eine besondere Rolle zu, da hier ein großes Potenzial liegt. Um einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand bis 2050 zu erreichen und einen Beitrag zu den Klimaschutzzielen zu leisten, wäre eine Sanierungsrate von mindestens zwei Prozent nötig - diese stagniert aber seit Jahren bei unter einem Prozent.


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