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Inklusion behinderter Menschen bringt Vorteile

Agentur für Arbeit zeichnet Engagement aus

Am 29. November 2019 überreichte Birgitta Kubsch-von Harten der Universtitätsklinikum Düsseldorf Medical Services GmbH das Inklusionszertifikat der Agentur für Arbeit Düsseldorf.

Düsseldorf - "Wir brauchen in Düsseldorf noch mehr Unternehmen wie die Medical Services GmbH", lobte Birgitta Kubsch von-Harten, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Düsseldorf, das konsequente Engagement für Inklusion und überreichte dem Geschäftsführer Thorsten Müsse, das Inklusionszertifikat.

"Die Tochtergesellschaft des Universitätsklinikums trägt aktiv dazu bei, dass Menschen mit Behinderungen in Düsseldorf eine Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt finden. Ich bin mir sicher, dass das Vorgehen andere Unternehmen inspiriert. Dabei möchte ich betonen, dass die Agentur für Arbeit Inklusion in Unternehmen aktiv unterstützt. Bei der Einrichtung von behindertengerechten Arbeitsplätzen stehen wir mit unserem Technischen Beratungsdienst und mit einem umfangreichen Beratungsgespräch- und Förderangebot den Unternehmen hilfreich zur Seite", bietet Kubsch-von Harten.

In sehr vielen Fällen entstehen eine Schwerbehinderung während des Erwerbslebens. Unternehmen können auch dann den Technischen Beratungsdienst zur Hilfe holen. Mit Hilfe der Beratung und Finanzierung durch die Agentur für Arbeit werden die Arbeitsplätze und Prozesse an die neuen Erfordernisse angepasst. Somit verlieren die Unternehmen weder ihre Fachkraft noch das wertvolle Know-How des Mitarbeiters.

In 2019 waren in Düsseldorf durchschnittlich 1.685 Menschen mit Schwerbehinderung arbeitslos. Vor einem Jahr waren es noch rund 100 Menschen weniger. Vor dem Hintergrund des Fachkräftebedarfs ist diese Entwicklung überraschend. Im Schnitt sind die Menschen, die arbeitslos gemeldet sind und eine Behinderung haben, besser qualifiziert als Arbeitslose ohne Schwerbehinderung. 920 der schwerbehinderten Arbeitslosen sind Fachkräfte, 149 Spezialisten oder Experten, d.h. sie haben zum Beispiel einen Hochschulabschluss oder einen Meisterbrief.

Seit 2015 setzt sich die UKM eine Tochtergesellschaft des Uniklinikums Düsseldorf konsequent für die Integration von Menschen mit Behinderung ein. Das große Engagement vieler Beschäftigter macht das möglich. So setzen sich die Mitarbeiter an unterschiedlichen Stellen dafür ein, dass Inklusion in der UKM erfolgreich gelingt. "Der Preis ist eine Bestätigung für sie alle", sagt Geschäftsführer Thorsten Münse.

"Im Bereich unserer Tochtergesellschaft beschäftigen wir 31 Menschen mit einer Schwerbehinderung. Das entspricht einem Anteil von annähernd neun Prozent", so Münse. "Hervorzuheben ist unser Ansatz einer ‚virtuellen Inklusionsabteilung‘ für Beschäftigte mit besonderem Unterstützungsbedarf. Wir machen damit den Einsatz in unterschiedlichen Abteilungen möglich." Menschen mit Behinderungen seien in der UKD-Tochter keine separierte Gruppe, sondern Teil des Ganzen. Regelmäßig treffen sich Führungskräfte, Arbeitstrainer und die Leitung der Inklusionsabteilung, um sich über die neuesten Entwicklungen der Mitarbeitenden auszutauschen. "Hier können wir auftretende Schwierigkeiten oder Konflikte besprochen werden, hier finden wir auch die geeigneten Lösungen", so Ute Pascher, Leiterin der Inklusionsabteilung. "Nachhaltig kann Inklusion nur gelingen, wenn mit allen Beteiligten in Offenheit und Vertrauen zusammengearbeitet wird."

Die Inklusion behinderter Menschen birgt großes Potenzial. Viele Menschen mit Beeinträchtigungen sind hochqualifiziert und motiviert und bereichern Unternehmen.


Inklusion behinderter Menschen bringt Vorteile
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