18.09.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Im Gespräch mit Generalkonsul Balázs Szegner

Im Gespräch mit Generalkonsul Balázs Szegner

Crossfit, Kultur und gemütliche Restaurants

Balázs Szegner ist seit 2015 Ungarischer Generalkonsul in Nordrhein-Westfalen und Hessen. Wir sprachen mit ihm über den Beruf eines Diplomaten, Kulinarisches und über die Zukunft.

Düsseldorf - Bereits vor seiner Zeit als Generalkonsul sammelte Szegner Erfahrungen in Düsseldorf. "Das war Anfang der 1990er Jahre. Damals habe ich meine ersten Eindrücke in der Innenstadt gemacht. Meine zweiten Eindrücke sammelte ich 1993 während eines Praktikums bei der Stadtsparkasse Düsseldorf. Diese Erfahrungen waren sehr prägend, obwohl es nur ein kurzes Sommerpraktikum war." Generalkonsul Szegner mag an Düsseldorf besonders, wie die Menschen miteinander umgehen: "Ich mag die Rheinische Lebensart. Diese Freundlichkeit und Offenheit anderen gegenüber."

Als Ungarischer Generalkonsul Balázs Szegner vertritt er die Ungarischen Interessen in aussenpolitischen Themen. Das Konsulat arbeitet daran, die Beziehungen zwischen den Landesregierungen Ungarns, Nordrhein-Westfalens und Hessens zu erhalten und auszubauen. Ein weiteres wichtiges Thema im Aufgabenfeld des Konsuats ist die Kultur. Hier kümmert man sich darum, die Ungarische Kultur bekannter zu machen. Auch die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Ungarn und Deutschland liegen im Fokus. "Wir kümmern uns darum, dass die bereits sehr starken Wirtschaftsbeziehungen erhalten und möglicherweise weiter entwickelt werden."

Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist bekannt für das Theater, die Oper, das Ballett und die Kunstmuseen und Galerien. Sie ist eine wahre Kulturmetropole. "Das hat mich zutiefst beeindruckt," erklärt Balázs Szegner. "Ich mag vor allem die Oper sehr und es begeistert mich, dass die Stadt Düsseldorf darüber nachdenkt, eine neue Oper zu bauen. Es ist zwar noch nichts entschieden, trotzdem finde ich dieses Vorgehen sehr interessant. Diese Angelegenheit könnte der Stadt eine neue Attraktion bescheren."

Auch Kulinarisch bietet die Landeshauptstadt Düsseldorf einiges. "Wenn ich aus eigener Erfahrung ein Restaurant auswähle, entscheide ich mich nicht unbedingt für die Restaurants, die die meisten Sterne haben, sondern einfach gemütlich sind," so Balázs Szegner.

Szegner ist ein sehr junger Generalkonsul. Vor seiner Zeit als Diplomat war er in der privaten Wirtschaft im Finanzsektor tätig. Trotzdem hatte er schon in jungen Jahren die Ambitionen, ein Diplomat zu werden. So machte er neben seinem Studienabschluss in Ökonomie auch ein Diplom in Diplomatie. "Um Konsul zu werden, habe ich natürlich noch weitere Prüfungen bestehen müssen," erklärt Generalkonsul Szegner. "Mein Glück war, dass ich vorbereitet war, in einer Zeit, in der Ungarn entschied, die Ressorts einiger Ministerien neu zu ordnen. Dabei wurde das Ministerium für Aussenwirtschaft und Aussenhandel erhalten. Dadurch wurden meine Erfahrungen in der freien Wirtschaft noch relevanter für den Diplomatendienst."

Generalkonsul Szegner treibt Sport als Ausgleich in seiner Freizeit. Hier hat es ihm die Sportart Crossfit besonders angetan. "Crossfit besteht eigentlich aus Sportarten, die man aus dem schulischen Sportunterricht kennt. Das heisst, der Sport ist sehr vielfältig. Vom Training mit dem Medizinball, über Laufen und Gymnastik werden ganz viele verschiedene Bewegungsarten in Crossfit trainiert. Und das auf einem sehr hohen, aktiven Niveau und in begrenztem Zeitrahmen."

Der Beruf eines Generalkonsuls ist kein Schreibtischjob von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr. In seiner Tätigkeit als Generalkonsul ist Szegner nicht nur für NRW, sondern auch für Hessen zuständig. Das bedeutet auch, dass Flugreisen und Termine in beiden Bundesländern anfallen. Ein typischer Tag für Konsul Szegner beginnt um viertel vor Sieben und endet, je nach abendlichen Terminen, etwa gegen 21:00 Uhr. Aber auch hier gibt es extreme Ausnahmen: "Mein Rekord liegt bisher bei 24 Stunden, die ich durchgearbeitet habe."

Über das näher rückende Ende seiner Amtszeit ist Balázs Szegner nicht traurig. Er sieht neuen Herausforderungen freudig entgegen: "Ich wäre traurig, wenn ich das Gefühl hätte, dass ich meine Arbeit nicht richtig gemacht habe oder wenn ich meine Pläne nicht erfüllt hätte. Dieses Gefühl habe ich glücklicherweise nicht." Für die Zukunft wünscht sich Generalkonsul Szegner deshalb: "Ich wünsche mir, dass ich in Zukunft eine gute Herausforderung für mich finde. Allgemein würde ich mir wünschen, dass diese gute Lage der Weltwirtschaft so erhalten bleibt, dass diese gute Periode seit der Weltwirtschaftskrise weiter anhält."


Im Gespräch mit Generalkonsul Balázs Szegner
Werbung

Copyright 2019 © Xity Online GmbH