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Hier wird derzeit in Düsseldorf gebaut

Laufende Projekte für mehr Wohnraum

Im Düsseldorfer Stadtgebiet laufen zur Zeit mehrere Bauvorhaben, um neuen Wohnraum in der Landeshauptstadt zu schaffen.

Düsseldorf - Ein Beispiel für Nachverdichtung im Bestand ist das Bauvorhaben Merkurstraße 43-61 der Düsseldorfer Wohnungsgenossenschaft eG. Dort werden die 3- bis 4-geschossigen Gebäude um ein zusätzliches Geschoss in Holzrahmenbauweise aufgestockt. Das ist leichter als herkömmliches Bauen Stein auf Stein und deshalb im Hinblick auf die Statik einfacher umsetzbar. Dazu wurden die vorhandenen Walmdächer abgebrochen. Zusätzlich wurden zwischen den bestehenden Gebäuden zwei neue Wohnhäuser errichtet. Insgesamt entstehen dort 22 neue Wohneinheiten. Außerdem werden die Häuser umfassend modernisiert. Dank geänderter gesetzlicher Bestimmungen ist es einfacher geworden, Dachgeschosse auszubauen und Häuser etwa mit einem Staffelgeschoss aufzustocken. So wurden beispielsweise die Stellplatzvorschriften und die Abstandsflächenvorschriften gelockert, was solche Nachverdichtungen erleichtert.

Auf dem ehemaligen Bahngelände an der Mindener Straße baut VIVAWEST elf Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 370 Wohnungen, die "Schöffenhöfe". Dafür wurde eigens ein neuer Bebauungsplan aufgestellt. Dort wird das Handlungskonzept Wohnen zu 100 Prozent umgesetzt, obwohl der Bebauungsplan bereits vor Konzeptverabschiedung rechtskräftig geworden ist. Die ersten 68 Wohnungen, davon 44 freifinanziert und 24 preisgedämpft, sind bereits bezogen worden. Im nun fertiggestellten 2. Bauabschnitt entstehen eine neue Kindertagesstätte und 47 öffentlich geförderte Wohneinheiten (2- bis 4-Zimmer-Wohnungen mit 50 bis 97 Quadratmetern Wohnfläche) und zwar ausschließlich in der Einkommensgruppe B. Dies wurde ausnahmsweise zugelassen, da ein anderer Investor auf einem benachbarten Baufeld zehn Häuser mit 98 Wohnungen ausschließlich in der Einkommensgruppe A errichtet. Die Zweckbindung gilt für 20 Jahre.

Im 3. Bauabschnitt entstehen 74 Wohnungen, davon 60 freifinanziert und 14 preisgedämpft. Die mietpreisgedämpften Wohnungen werden zu 10,24 Euro pro Quadratmeter angeboten. Im 4. Bauabschnitt sollen 100 Wohneinheiten gebaut werden, davon 85 freifinanziert und 15 preisgedämpft. Im 5. Bauabschnitt mit insgesamt 81 Wohneinheiten sollen 27 Wohneinheiten frei finanziert werden, 15 werden gefördert in Einkommensgruppe A und 22 in Einkommensgruppe B sowie 17 preisgedämpft. Die geförderten Wohnungen sind ein Mix aus 2- und 3-Zimmer-Wohnungen mit 60 bis 82 Quadratmetern Wohnfläche. Die Miete liegt bei Bezugsfertigkeit bei 6,80 Euro pro Quadratmeter (EKG A) und 7,15 Euro pro Quadratmeter (EKG B). Die Zweckbindung beträgt 20 Jahre. Für das gesamte Bauprojekt gab es ein Landes-Darlehen der NRW-Bank von gut 8,2 Millionen Euro. Der Tilgungsnachlass beträgt rund 2,1 Millionen Euro und für die Standortaufbereitung wurden circa 260.000 Euro gewährt. Das gesamte Bauprojekt soll bis Ende 2020 fertiggestellt sein.

An der Langenfelder Straße in Wersten errichtet die Städtische Wohnungsbau GmbH & Co KG einen Wohnblock mit fünf Eingängen und insgesamt 49 Wohneinheiten sowie einer Tiefgarage. Die 49 Wohneinheiten splitten sich auf in elf freifinanzierte Wohnungen, 28 Wohnungen der Einkommensgruppe A und zehn Wohnungen der Einkommensgruppe B. Von den Wohnungen der Einkommensgruppe A werden vier Wohneinheiten als Gruppenwohnungen mit jeweils acht Plätzen errichtet. Zwei der Gruppenwohnungen werden für Menschen mit Betreuungsbedarf gebaut und die anderen zwei Gruppenwohnungen werden voraussichtlich mit Auszubildenden belegt. Außerdem soll es in zwei Wohnungen das Mieterbüro geben. Insgesamt werden 4.416 Quadratmeter Wohnfläche geschaffen. Die Wohnungen sind ein Mix aus 2- und 3-Raum-Wohnungen mit 37 bis 82 Quadratmetern Wohnfläche. Die Miete beträgt bei Bezugsfertigkeit 6,25 Euro pro Quadratmeter (EKG A) und 7,15 Euro pro Quadratmeter (EKG B). Pro Jahr sind maximal 1,5 Prozent Mietsteigerung möglich. Die Zweckbindungsfrist liegt bei 25 Jahren.

Die freifinanzierten Wohnungen sollen zu einem Mietpreis von 10 Euro pro Quadratmeter angeboten werden. Alle Wohneinheiten sind barrierefrei nach DIN 18040 Teil 2. Bei Gesamtbaukosten von knapp 13,6 Millionen Euro gab es ein Landesdarlehen der NRW Bank von knapp sieben Millionen Euro. Dazu wurde ein Tilgungsnachlass von knapp 1,9 Millionen Euro gewährt und 384.800 Euro gab es zur Standortaufbereitung dazu. Die Stadtwerke Düsseldorf setzen an der Langenfelder Straße ihr Pilotprojekt "Mieterstrom" um. Der Strom wird mittels einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach erzeugt. Produktion, Betrieb und Instandsetzung der Anlage übernehmen die Stadtwerke. Mit dem voraussichtlichen Erstbezug haben die Mieterinnen und Mieter dann die Möglichkeit, den "hauseigenen" Strom zu beziehen und ihren eigenen Teil zur Energiewende beizutragen. Die Umsetzung dieses Projektes erfolgt nach den Vorgaben des Mieterstromgesetzes.


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