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Herausfordernder Arbeitsmarkt in Mönchengladbach

Arbeitsmarktzahlen für Dezember 2017

Die Agentur für Arbeit Mönchengladbach stellte am Mittwoch, 3. Januar 2018, die aktuellen Arbeitsmarktzahlen für die Stadt Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss für das vergangene Jahr vor.

Mönchengladbach - Bei der Betrachtung der Arbeitsmarktzahlen wird ein Phänomen erkennbar: "Man könnte meinen, die Arbeitslosigkeit wäre enorm gestiegen", erklärt Angela Schoofs, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Mönchengladbach. "Aber da muss man differenzieren, was 'Arbeitslosigkeit' überhaupt bedeutet. Arbeitslosigkeit heißt, da sind Menschen die dem Arbeitsmarkt direkt zur Verfügung stehen. Da haben wir eine Steigerung von 8 Prozent, aber: Wenn wir auf den Arbeitsmarkt wollen, müssen wir uns vielfach qualifizieren und die Menschen die in Qualifizierung und Vorbereitung sind, die aber gleichwohl arbeiten wollen, werden zu den Arbeitslosenzahlen addiert."

"Das Jahresende spiegelt das gesamte Jahr wider: Wir haben einen herausfordernden Arbeitsmarkt, der für alle Zielgruppen gute Chancen bietet, dennoch gibt es ein Spannungsfeld zwischen der hohen Nachfrage an Fachkräften und der Eignung vieler Bewerberinnen und Bewerber", sagt Schoofs zu den Arbeitsmarktzahlen des vergangenen Jahres. "Die Zahl der Arbeitslosen ist im Dezember wie bereits im November erfreulicherweise leicht gesunken."

Die Zahlen im Einzelnen:

Im Dezember 2017 waren 27.311 Männer und Frauen in Mönchengladbach und im Rhein-Kreis Neuss arbeitslos gemeldet. Das sind gegenüber dem Vormonat 49 Menschen weniger (0,2 Prozent). Gegenüber Dezember 2016 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 2.021 (8 Prozent).

Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk blieb bei 7,3 Prozent. Im Dezember 2016 lag sie bei 6,8 Prozent.

Die Unterschiede in den regionalen Arbeitsmärkten Stadt Mönchengladbach und Rhein-Kreis Neuss lassen sich an den Arbeitslosenquoten erkennen: In Mönchengladbach blieb die Quote bei 10,4 Prozent im Dezember des Vorjahres lag sie bei 9,4 Prozent. Im Rhein-Kreis Neuss blieb die Arbeitslosenquote ebenfalls gegenüber dem Vormonat gleich bei 5,5 Prozent (Dezember 2016: 5,3 Prozent).

Beschäftigung steigt kontinuierlich an

Die gute Arbeitsmarktlage spiegelt sich auch in der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wider. Ein Blick auf die aktuellsten Zahlen vom Stichtag Ende Juli 2017 zeigt, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten seit Jahren steigt: von 237.569 im zweiten Quartal 2016 um 1,7 Prozent (plus 4064) auf 441.488 im zweiten Quartal 2017. "Die stärkste Zunahmen sind hier in den Bereichen Wirtschaftliche Dienstleistungen, Gesundheit- und Sozialwesen sowie Verkehr und Lagerei zu verzeichnen", betont Schoofs.

Durchschnittliche Arbeitslosigkeit bleibt fast auf Vorjahresniveau

Die Bilanz für das vergangene Jahr fällt für Angela Schoofs, Leiterin der Agentur für Arbeit Mönchengladbach, gemischt aus: "Das Jahr 2017 war gekennzeichnet durch hohe Fachkräftenachfrage und einer stagnierenden Zahl von Arbeitslosen. Dieser Sapnnungsbogen rührt daher, dass die qualifikatorischen Anforderungen der freien Stellen nicht automatisch zu den Qualifikationen der Bewerberinnen und Bewerber passen", erklärt Schoofs. "Hinzu kommt, dass nicht jede Qualifikation 'schulbar' ist, wie das Beispiel Pflegeberufe zeigt. Das beste schulische Niveau reicht bei weitem nicht aus, wenn man keine persönliche Neigung und Eignung für diese Berufsfelder hat."

Vor allem die Jugendarbeitslosigkeit und die Langzeitarbeitslosigkeit stellen für die Arbeitsagenturen auch im neuen Jahr 2018 eine große Herausforderung dar. Um diese zu bekämpfen, muss man junge Menschen schon früh motivieren sich zu qualifizieren, so Schoofs. Duale Ausbildungen können Jugendlichen da eine gute Chance bieten, sich gegen Arbeitsverlust zu schützen.


Herausfordernder Arbeitsmarkt in Mönchengladbach
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