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Guntram Schoenitz erhält Bundesverdienstkreuz

Auszeichnung im Rathaus Düsseldorf überreicht

OB Thomas Geisel hat am Mittwoch, 26. August 2020, im Rahmen eines Empfangs Guntram Schoenitz das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht.

Düsseldorf - Auszug aus der Vorschlagsbegründung: Guntram Schoenitz hat durch sein jahrelanges Engagement auf dem Gebiet der Stadtentwicklung, der Denkmal- und der Heimatpflege, sowie im sozialen Bereich auszeichnungswürdige Verdienste erworben.

Guntram Schoenitz ist verheiratet. Beruflich war er nach seinem Studium der Architektur mit dem Schwerpunkt Städtebau seit 1970 als Architekt tätig. 1975 trat er in den höheren technischen Verwaltungsdienst der Stadt Düsseldorf ein und arbeitete dort im Planungsamt. Ab 1990 war Schoenitz dann bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2005 Leiter des Bauaufsichtsamtes der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Seine Tätigkeit als Amtsleiter war von seiner sachlichen, auf Ausgleich bedachten Haltung und seinem offenen Umgang mit Bürgerinnen und Bürgern geprägt. Praxisgerechte, sinnvolle Lösungen zu finden, war immer seine grundlegende Handlungsmaxime. Zu seinen beruflichen Verdiensten gehört sein Engagement im Arbeitskreis "Bauaufsicht" im nordrhein-westfälischen Städtetag, dem er von 1992 bis 2005 angehörte, sowie seine Unterstützungs- und Beratungstätigkeit für den Deutschen Städte- und Gemeindebund.

Für seine Wahlheimat Düsselorf engagiert sich Guntram Schoenitz seit über 20 Jahren auch ehrenamtlich und bringt sein Fachwissen zum Bau- und Planungsrecht und zur Baugeschichte der Stadt Düsseldorf umfassend an verschiedensten Stellen ein. Schoenitz hat als Kurator für Baukultur, Stadtbild und Denkmäler des "Alde Düsseldorfer Bürgerverein 1920 e. V." zahlreiche Projekte durchgeführt und begleitet. So hat er sich als Vorstandsmitglied im "Alde Düsseldorfer Bürgerverein 1920 e. V." erfolgreich für die Restaurierung einiger städtischer Denkmäler eingesetzt. Auch in der "Aktionsgemeinschaft der Düsseldorfer Heimat- und Bürgervereine" (AGD) hat sich Guntram Schoenitz als Kustos für Städtebau einen Namen gemacht. Diese Funktion hatte er von 2009 bis 2015 inne, steht aber den angehörenden Vereinen bis heute mit Rat und Tat zur Seite.

Die historische Restaurierung im Portalbereich des "Grupello-Hauses" von 1706, die stadtgeschichtliche Dokumentation des denkmalgeschützten "Dreimädelbrunnens" und auch die Kennzeichnung und Ausgestaltung der Mündungen des Flüsschens "Düssel" in den Rhein gehören neben der Pflege zahlreicher weiterer Düsseldorfer Denkmalprojekte zu seinen persönlichen Verdiensten. Um Stadtgeschichte erlebbar zu machen, setzt er sich immer wieder dafür ein, die historische Bedeutung durch Gedenktafeln an Gebäuden sichtbar zu machen. In der AGD-Publikation "Die Altstadt im Wandel" ist ein Beitrag von ihm über das Landgericht enthalten.

Nach seinem Eintritt in den Ruhestand 2005 hat Guntram Schoenitz sein ehrenamtliches Engagement intensiviert und sich um das Kinder- und Jugendheim "St. Raphael-Haus" des Caritas-Verbandes Düsseldorf verdient gemacht, indem er den Umbau von Gebäude und Gelände des Kinderheims zu einer modernen Jugendhilfeeinrichtung über eine mehrjährige Planungsphase hinweg ehrenamtlich und unentgeltlich mit seinem Fachwissen und seiner Planungsleistung als Architekt unterstützt hat.

Für seine städtebaulichen und stadtpflegerischen Verdienste um das Düsseldorfer Stadtbild wurde Guntram Schoenitz im Jahr 2015 von der "Aktionsgemeinschaft Düsseldorfer Heimat- und Bürgervereine" mit dem "Hans-Maes-Preis für Denkmalpflege" geehrt.

 


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