Goldener Bär für besten Berlinale-Film geht an "Bad Luck Banging or Loony Porn"

Offizielle Preisverleihung findet bei sogenanntem Summer Special im Juni statt

Der Goldene Bär für den besten Film geht bei der diesjährigen 71. Berlinale an den Streifen "Bad Luck Banging or Loony Porn".

Berlin - Die internationale Jury verkündete die Entscheidung für den Film des rumänischen Filmemachers Radu Jude am Freitag per Videoschalte, verliehen werden soll der Pries im Juni. Im Siegerfilm geht es um ein Sexvideo einer Lehrerin, die eigentlich ein Vorbild sein soll.

Der Film fange "das nackte Fleisch unseres gegenwärtigen Augenblicks ein", erklärte die Wettbewerbsjury zu ihrer Entscheidung. Der Streifen beschwöre den Zeitgeist herauf, "ohrfeigt ihn" und fordere ihn "zum Duell heraus". Das Werk sei "kunstvoll ausgearbeitet" und zugleich "intelligent und kindisch". Es greife die Zuschauer an, rufe Widerspruch hervor und erlaube es dabei niemandem, "Sicherheitsabstand zu halten".

Das diesjährige Filmfestival findet aufgrund der Corona-Pandemie in zwei Teilen statt. Das digitale Event für Angehörige der Filmbranche endete mit der Bekanntgabe der Festivalgewinner am Freitag. Vom 9. bis zum 20. Juni ist ein sogenanntes Summer Special geplant, bei dem es öffentliche Aufführungen geben soll. Auch die eigentliche Preisverleihungszeremonie soll dann stattfinden.

(xity, AFP)