Gewerkschaften fordern vor Tarifrunde für Bund und Kommunen Plus von 10,5 Prozent

Verdi-Vorsitzender Werneke: Reaktion auf zwei Jahre Reallohnverluste

Die Gewerkschaften des öffentlichen Diensts fordern für die bevorstehende Tarifrunde für zweieinhalb Millionen Angestellte von Bund und Kommunen 10,5 Prozent, mindestens jedoch monatlich 500 Euro mehr Geld.

Berlin - Es gehe angesichts der hohen Inflation um die Sicherung vor allem auch der unteren Einkommen, sagte Verdi-Bundeschef Frank Werneke am Dienstag in Berlin nach einer gemeinsamen Sitzung der Tarifkommissionen von Verdi und Deutschem Beamtenbund.

Inflation, Lebensmittel- und insbesondere Energiepreise rissen tiefe Löcher in die Haushaltskassen der Beschäftigten, sagte Werneke. Es gebe bereits zwei Jahre mit Reallohnverlusten. Darauf müsse mit einer wirksamen Entwicklung der Tariflöhne reagiert werden. Der Tarifvertrag läuft zum Jahresende aus, die Verhandlungen für die Tarifrunde 2023 beginnen im Januar. Betroffen sind mehr als zweieinhalb Millionen Angestellte bei Bund und Kommunen.

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