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Fußballroboter der Uni Bonn verteidigen WM-Titel

Klare Siege mit verbesserter Software beim RoboCup in Sydney

Bei der RoboCup-Weltmeisterschaft im australischen Sydney haben die menschenähnlichen Fußballroboter des Teams "NimbRo" der Universität Bonn den Titel verteidigt.

Bonn - Von solchen Ergebnissen können Deutschlands "echte" Fußballer derzeit nur träumen: Die menschenähnlichen Fußballroboter wurden in der Arbeitsgruppe Autonome Intelligente Systeme des Instituts für Informatik entwickelt, wie die Universität am Montag mitteilte. Sie fuhren mit verbesserter Software hohe Siege in der Humanoid-Adult-Size-Klasse ein.

In dem Turnier beherrschte das "NimbRo"-Team demnach klar die internationale Konkurrenz. In vier Vorrundenspielen wurden 29:0 Tore erzielt, das Halbfinale wurde mit 11:0 gewonnen. Im Finale trafen die Bonner Roboter auf das Team "Sweaty" der Hochschule Offenburg. Auch hier gewann "NimbRo" den Angaben zufolge fast alle Zweikämpfe und siegte klar mit 8:0.

Bei der RoboCup-Weltmeisterschaft werden die Regeln ständig weiter entwickelt. In diesem Jahr traten in der Humanoid-Adult-Size-Klasse erstmals zwei Roboter pro Team an, womit Teamspiel möglich wurde. Mit der verbesserten Software konnten die Bonner Roboter erstmals aus dem Lauf kicken, wodurch sie den Ball in Zweikämpfen schnell am Gegner vorbei spielen und dann zügig in Richtung Tor dribbeln konnten.

Auch die Mechanismen zur Gangstabilisierung wurden verbessert mit der Folge, dass sich die Roboter auch bei Körperkontakt häufig durch Fangschritte wieder stabilisieren konnten. Durch Verbesserungen in der Wahrnehmungssoftware waren die Roboter zudem stets über die Spielsituation im Bilde - über WLAN informierten sich die beiden Bonner Roboter gegenseitig und stimmten sich ab, wer zum Ball geht.

Der RoboCup ist eine internationale Initiative mit dem Ziel, die Weiterentwicklung intelligenter Roboter durch Wettbewerbe zu fördern. Bis 2050 sollen humanoide Fußballroboter entwickelt werden, die gegen den menschlichen Weltmeister gewinnen können. "Roboter, die sich schnell und robust auf zwei Beinen fortbewegen können, wären auch für zahlreiche Anwendungen nützlich", erläuterte der Leiter der Arbeitsgruppe Autonome Intelligente Systeme des Bonner Instituts für Informatik, Sven Behnke.

(xity, AFP)


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