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Falschparker behindern immer wieder Rettungskräfte

Oft zählt jede Sekunde

Immer öfter behindern Falschparker die Rettungskräfte der Landeshauptstadt Düsseldorf. Am Dienstag, 29. August 2017, wollte die Feuerwehr auf dieses Problem aufmerksam machen.

Düsseldorf - Die Feuerwehr Düsseldorf startete an der Hauptwache Hüttenstraße in Richtung Unterbilk und durchfuhr Straßen wie die Weiherstraße, Konkordiastraße und Bürgerstraße, um auf das Problem, das Falschparker den Einsatzkäften bereiten, aufmerksam zu machen.

Die Feuerwehr war in Zusammenarbeit mit der Verkehrsüberwachung des Ordnungsamtes und dem Amt für Verkehrsmanagement mit einem Löschfahrzeug unterwegs, um den Beobachtern eine reale Einsatzsituation mit großen Einsatzfahrzeugen in engen Straßen zu demonstrieren. Insgesamt 18 Falschparker wurden alleine bei der Durchfahrung dieser drei Straßen festgestellt. Sie bekamen eine "Knöllchen" und müssen nun ein Verwarngeld berappen.

"Immer häufiger behindern Falschparker mit ihren Autos die Rettungskräfte, sodass diese entweder verspätet oder in den schlimmsten Fällen gar nicht zum Unglücksort gelangen. Gerade bei Einsätzen von Rettungskräften zählt jede Sekunde und sinkt mit jeder Verzögerung die Chance, dass Menschen in brennenden Häusern oder Notfallpatienten, die den Rettungsdienst benötigen, überleben. Wir müssen den Autofahrern ganz klar machen, dass auch die vermeitliche Bagatelle Falschparken Menschenleben kosten kann und wir, wenn es nicht anders geht, deswegen die Wege auch durch Abschleppungen frei machen müssen", sagt Feuerwehrdezernentin Helga Stulgies.

Ziel der gemeinsam gestarteten Aktion war es, die Bewegungsfreiheit, die die Feuerwehr braucht, um im Notfall helfen zu können, in das Bewusstsein der Parker und besonders der Falschparker zu rücken. Im Nachhinein werden nun auch Beschilderungen und Fahrbahnmarkierungen verbessert, falls das erforderlich ist.

Situation in der Landeshauptstadt
Die Städtische Verkehrsüberwachung sprach für zugeparkte Feuerwehrbewegungszonen- und zufahrten alleine im letzten Jahr 1.918 Verwarnungen aus und leitete 309 Abschleppmaßnahmen ein. In der ersten Jahreshälfte 2017 waren es bereits 1.286 Verwarnungen und 212 Abschleppmaßnahmen, die durch die Einsatzteams des Ordnungsamtes ausgesprochen werden mussten - die Tendenz steigt.

Doch vielen Bewohnern der engen Straßen Düsseldorfs ist oft gar nicht bewusst, dass sie Rettungswege versperren. Falschparker ignorieren dabei, dass Feuerwehrfahrzeuge größer sind als normale Pkw und dementsprechend mehr Platz benötigen.

Umgang mit Falschparkern
Wenn bei einem Notfall die Wege für die Feuerwehr durch falsch parkende Autos versperrt sind, versuchen die Feuerwehrkräfte zunächst, die Hindernisse zu umfahren. Durch Umwege geht jedoch wertvolle "Rettungszeit" verloren. Zudem verhindern falsch abgestellte Fahrzeuge insbesondere in zweiter Reihe und in Kurven nicht nur die Durchfahrt, sondern auch das Aufstellen von Drehleiterwagen, die zur Rettung von Menschen aus oberen Etagen bei Wohnungsbränden notwendig sind. Selbst Hydranten, die von der Feuerwehr bei Bränden zur Wasserentnahme benötigt werden, sind regelmäßig zugestellt. Wenn das Umfahren der Hindernisstelle nicht möglich ist, wird versucht das Fahrzeug wegzudrücken. Damit verbundene Beschädigungen der Autos sind keine Seltenheit.

Rücksichtloses Parkverhalten kann übrigens auch rechtliche Folgen nach sich ziehen, wenn dadurch jemand zu Schaden kommt und Ersatzansprüche stellt.



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