FDP kritisiert Austritt Deutschlands aus internationalem Jagdverband

Fachpolitiker Busen bemängelt "grünen ministeriellen Alleingang"

Der jagdpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Karlheinz Busen (FDP) hat den Austritt Deutschlands aus dem internationalen Jagdverband scharf kritisiert.

Berlin - Dies sei "ein Alleingang des grün geführten Bundeslandwirtschaftsministeriums", sagte Busen der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag. "Dieser Schritt ist weder mit uns Freien Demokraten abgestimmt noch mit dem Koalitionsvertrag vereinbar."

Das Landwirtschaftsministerium hatte laut einem Schreiben in der vergangenen Woche den deutschen Austritt aus dem Internationalen Rat zur Erhaltung der Jagd und des Wildes (CIC) zum Ende des Jahres erklärt. Hintergrund sei "der grundsätzliche Vorrang projektbezogener, zielgerichteter Förderungen gegenüber institutionellen Förderungen".

Laut Busen ist eine deutsche Verbandsmitgliedschaft wichtig, um einen internationalen Einfluss auf die nachhaltige Bejagung von Wild auch in der Zukunft zu behalten. "Diesen grünen ministeriellen Alleingang dulden wir Freie Demokraten nicht."

© 2022 AFP