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Dritte Umweltspur für Düsseldorf kommt

Verkehrsausschuss beschließt lange Umweltspur

Am Mittwoch, 28. August 2019, traf sich der Verkehrs- und Ordnungsausschuss der Landeshauptstadt Düsseldorf, um über die Einführung einer großen Umweltspur von der A46 bis in die Innenstadt zu entscheiden.

Düsseldorf - SPD, Grüne, Linke und Freie Wähler stimmten bei der Sondersitzung für die neue Umweltspur. CDU und FDP hatten bereits im Vorfeld angekündigt, das Projekt abzulehnen. Die CDU kritisierte, dass die Umweltspuren in Düsseldorf eher „Stauspuren“ sind. In einem Änderungsantrag gaben die Christdemokraten aber auch Alternativen zur Umweltspur. Sie wollen den ÖPNV verbessern, indem die Linientaktung angepasst wird. Ausserdem sollen ÖPNV-Netze ergänzt und regionale Schnellbusse eingesetzt werden, um Pendlern die Fahrt aus dem Umland zu erleichtern. Ausserdem sollen die Alternativen zum eigenen Auto gestärkt werden. Bis Ende 2019 sollen so weitere Mobilitätsangebote wie Schnellfähren oder eine Seilbahnstrecke geschaffen werden. "Wir brauchen die Umweltspur nicht, weil wir glauben, dass sie in der vorgeschlagenen Form viel zu kurz gesprungen ist," erklärt Andreas Hartnigk von der CDU. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Verkehrs- und Ordnungsausschusses. "Möglicherweise bewirkt die Umweltspur auch genau das Gegenteil und es entstehen mehr Schadstoffe durch die zu erwartenden Staus. Wir glauben, dass wir ein ganzes Bündel von Maßnahmen benötigen." Auch die FDP hatte sich gegen die Umsetzung einer großen Umweltspur ausgesprochen. "Wir sind gegen die Umweltspur," so FDP-Fraktionschef Manfred Neuenhaus. „Wir haben als Alternative vorgeschlagen, sofort 40 zusätzliche Straßenbahnwagen zu bestellen. Wir haben vorgeschlagen, sofort mit der Planung und dem Bau von Park-and-Ride-Parkplätzen zu beginnen. Nicht nur 120 oder 150. Die nützen bei 260.000 Einpendlern nichts. Wir sprechen darüber, ob wir 15.000 bis 20.000 Stellplätze hinkriegen und das in relativ kurzer Zeit."

SPD und Grüne lieferten am Mittwoch noch einen gemeinsamen Ergänzungsantrag ein. Ein wichtiger Punkt dieses Antrages besagt, dass die Wirkung der Umweltspur überwacht werden sollen. Sollten die Auswirkungen negativ ausfallen, soll das Konzept der Umweltspuren sofort eingestellt werden. "Wir halten die Umweltspur für einen notwendigen Baustein,“ erklärt Martin Volkenrath, Vorsitzender des Verkehrs- und Ordnungsausschusses und Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. „Die Umweltspur muss jetzt kommen, weil auch das Dieselfahrverbot sonst droht. Deshalb müssen wir jetzt sehr zeitnah agieren, um uns selbst Handlungsspielraum zu behalten."

Einig waren sich die Parteien jedoch in einem Punkt: Um nachhaltig für eine Luftverbesserung zu sorgen, sind viele Maßnahmen nötig. Hier reicht nicht nur die Einführung einer Umweltspur.


Dritte Umweltspur für Düsseldorf kommt
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