31.03.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Dieter Nuhr zeigt seine künstlerische Seite

Dieter Nuhr zeigt seine künstlerische Seite

Gemeinsame Ausstellung mit Stephan Kaluza

Dieter Nuhr ist einem breiten Publikum vor allem als Kabarettist bekannt. Was viele nicht wissen: Er hat auch eine künstlerische Seite.

Düsseldorf - Dieter Nuhr hat Kunst an der ehemaligen Folkwang Schule in Essen (heute: Folkwang Universität der Künste) studiert und die Malerklasse von Laszlo Lakner besucht. Seit 1995 widmet Nuhr sich neben seinen Auftritten als Kabarettist zunehmend der Fotografie. Seit 1999 stellt er seine Fotos, die meist auf Reisen entstehen, international erfolgreich aus.

Jetzt zeigt Dieter Nuhr in Kooperation mit der Galerie Geuer & Geuer aus Düsseldorf 33 seiner Arbeiten unter dem Titel "Transit" in einer großen Doppelausstellung: Ab 1. April 2020 sind seine Werke gemeinsam mit mehr als 25 Gemälden des namhaften Düsseldorfer Künstlers Stephan Kaluza im Puschkin-Museum/Villa Derzhavin im russischen St. Petersburg zu sehen.

Dieter Nuhr
Dieter Nuhr beweist in seinen Fotoarbeiten ein beeindruckendes Gespür für Komposition. Beinahe malerisch wirken seine auf Stoff gedruckten und aufgespannten Fotografien, die oftmals nur ausschnitthafte Texturen zeigen. Nuhr, der mit seiner Kamera die Welt bereist, wählt seine Motive stets aus Vorgefundenem aus.

Häuserwände, Fassaden jeglicher Art, die noch Spuren kulturellen Lebens tragen, stehen dabei im Fokus seines künstlerischen Schaffens. Fremde Schriftzeichen, abgerissene Tapeten oder Plakate sowie zurückgelassene Reliquien an verlassenen oder vor dem Zerfall stehenden Orten zeugen von Kulturen außerhalb des Heimischen. Indien, Iran, Georgien - nur wenige Stationen auf Nuhrs Reisen.

Stephan Kaluza
Stephan Kaluza, der auch als Fotokünstler und Literat tätig ist, bedient sich fotografisch anmutender Strategien in seiner Malerei: so gehen seine Sujets einher mit unterschiedlichen Schärfegraden, die derart in ihrer abgebildeten Synchronizität von keiner Kameralinse gleichzeitig eingefangen werden könnte. Von seiner Malerei jedoch schon. Das Dargestellte wird also künstlich sowie künstlerisch verfremdet; der vermeintliche Realismus in eine Irrationalität überführt.

Denn Kaluza malt nicht von Fotografien ab, sondern setzt Details aus verschiedenen Einzelbildern erst auf der Leinwand zu einem endgültigen Motiv neu zusammen. Kaluza kreiert also eine rein denkbare Natur, die es so in Wirklichkeit gar nicht gibt. Ein Großteil seines 2019 entstandenen Zyklus „Transit II“, der vom 31. Januar bis 8. März 2020 in der Galerie Geuer & Geuer zu sehen war, geht nun nach St. Petersburg - größtenteils als Leihgaben, da die Werke bereits verkauft worden sind.

 


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