14.12.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Deutschland ist Tischtennis-Europameister

Deutschland ist Tischtennis-Europameister

Portugal im Endspiel klar geschlagen

Angeführt von einem bärenstarken Timo Boll hat sich das deutsche Team zum achten Mal den Titel bei den kontinentalen Meisterschaften gesichert.

Düsseldorf - Während die Deutschen als Topfavorit in das Turnier gegangen waren und dieser Rolle vollauf gerecht wurden, wurden den Portugiesen, an Position zehn gesetzt, dieses Mal nur Außenseiterchancen eingeräumt. Doch die Südeuropäer präsentierten sich im französischen Nantes in prächtiger Form, überzeugten mit einer mannschaftlichen Geschlossenheit und großem Kampfgeist. 

Erst das glänzend aufspielende Trio Boll, Ovtcharov und Franziska konnte den Siegeszug Portugals stoppen. Das allerdings in beeindruckender Art und Weise. Ovtcharov besiegte zum Auftakt Marcos Freitas mit 3:0, dem Boll einen Viersatzerfolg über Joao Monteiro folgen ließ. Franziska war es vorbehalten, mit einem ebenfalls deutlichen 3:0 gegen Tiago Apolonia den umjubelten Schlusspunkt zu setzen. 

Deutschland demonstrierte seine Stärke nicht nur im Finale, sondern über die gesamten Titelkämpfe hinweg. Die Gold-Jungs traten fünf Mal an, fünf Mal gewannen sie ihre Spiele mit 3:0. "Das war ein sehr starkes Turnier meiner Mannschaft wie auch schon bei den European Games, obwohl dort ein anderes System gespielt wurde. Das zeigt die Klasse unserer Spieler und unserer Mannschaft", sagte ein sichtlich zufriedener Bundestrainer Jörg Roßkopf nach der erfolgreichen Titelverteidigung.

Bolls Düsseldorfer Teamkollegen Kristian Karlsson und Anton Källberg hatten nach WM-Bronze 2018 und Silber bei den European Games im Juli auf den großen Coup gehofft. Doch Schweden unterlag Portugal im Halbfinale mit 2:3 und musste sich mit Platz drei begnügen. Den Skandinaviern war jedoch anzumerken, dass Karlsson aufgrund seiner Fußverletzung, die er sich zwei Wochen zuvor bei den Czech Open zugezogen hatte, nur einmal mitwirken konnte. Källberg wurde von seinem Nationalcoach gar nicht eingesetzt.


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