DIW warnt vor "spekulativen Übertreibungen" am Immobilienmarkt

Preiskorrekturen im kommenden Jahr insbesondere in Metropolen möglich

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung warnt angesichts der immer weiter steigenden Immobilienpreise vor "spekulativen Übertreibungen".

Berlin - "Die Zeichen mehren sich, dass die Wohnungspreise in einigen Städten und Marktsegmenten nicht mehr allein durch die Entwicklung der Mieten und die niedrigen Zinsen zu erklären sind", erklärte der DIW-Immobilienexperte Konstantin Kholodilin am Mittwoch. In den nächsten Jahren könne es also "zum Platzen von Immobilienpreisblasen" kommen.

Das Institut untersuchte die Immobilienmärkte der 114 größten deutschen Städte mit mindestens 50.000 Einwohnern - hier stiegen die Preise für Eigentumswohnungen und Eigenheimen gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich neun Prozent. Die Preise für Bauland stiegen ebenfalls, und zwar um acht Prozent.

Auch die Mieten stiegen an, jedoch nur in etwa halb so stark wir die Preise für den Kauf von Immobilien: Im bundesweiten Durchschnitt kostete eine Immobilie den 24-fachen Jahresmietertrag. Laut DIW handelte es sich dabei um den höchsten Stand seit Mitte der 90er Jahre. Damals habe es sich um den Höhepunkt des letzten Wohnungsmarktzyklus gehandelt - es folgte ein Jahrzehnt stagnierender und sinkender Immobilienpreise.

(xity, AFP)