06.08.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Düsseldorfer Forscherin erhält Kurt Kaufmann-Preis

Düsseldorfer Forscherin erhält Kurt Kaufmann-Preis

Annette Limke für Alzheimer-Forschung geehrt

Die Alzheimer-Forscherin Annette Limke vom IUF in Düsseldorf wird mit dem Kurt Kaufmann-Preis der Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ausgezeichnet.

Düsseldorf - Annette Limke untersucht die Auswirkungen von Ultrafeinstaub auf das Alzheimer-Risiko. "In den letzten Jahren gab es zunehmend Hinweise darauf, dass kleinste Partikel aus dem Kraftverkehr einen Risikofaktor für Alzheimer darstellen. Menschen, die in der Nähe von vielbefahrenen Straßen wohnen, haben ein höheres Risiko vorzeitig an Alzheimer zu erkranken. Für Auspuffgase typischer Ultrafeinstaub ist im menschlichen Gehirn nachweisbar", sagt die Preisträgerin.

Um die Luftschadstoffe zu ermitteln, die das Alzheimer-Risiko erhöhen könnten, arbeitet Annette Limke mit dem transparenten Fadenwurm Caenorhabditis elegans. Dieser wird mit verschiedenen Ultrafeinstäuben belastet. Anschließend werden die Fadenwürmer auf die typischen Merkmale der Alzheimer-Erkrankung wie Proteinablagerungen aus Beta-Amyloid sowie Degeneration der Nervenzellen hin untersucht.

Der Test wird so entwickelt, dass er auch andere Umweltschadstoffe identifizieren kann, die im Fadenwurm Alzheimer auslösen. Zudem werden Substanzen ermittelt, die dem Krankheitsprozess entgegenwirken. Ziel ist es, neue Erkenntnisse zur Entstehung der Alzheimer-Krankheit und zur Prävention der häufigsten Form der Demenz zu gewinnen.

Über den Kurt Kaufmann Preis

Der vierte Kurt Kaufmann-Preis ist dem Thema "Einfluss von Umweltfaktoren auf die Alzheimer-Krankheit" gewidmet. Die thematische Ausrichtung dient dazu, Impulse zu geben und das Forschungsgebiet weiter zu fördern. 


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