Düsseldorf: Kunstwerk von Claus Richter enthüllt

Präsentation anlässlich des Christopher Street Day

Anlässlich des Christopher Street Day 2021 wurde heute, 15. Oktober 2021, in Düsseldorf das Kunstwerk von Claus Richter enthüllt.

Düsseldorf - Auf der Wiese zwischen dem "KIT - Kunst im Tunnel" und dem "Apollo Varieté" an der Rheinkniebrücke wurde nun ein Ort für die Erinnerung und Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt realisiert. Zentrum ist das Werk des Künstlers Claus Richter. Anlässlich des diesjährigen Christopher Street Day (CSD), der vom 15. bis 17. Oktober 2021 stattfindet, wurde das Werk von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller gemeinsam mit Heike van den Valentyn von der Kunstkommission Düsseldorf, Gabriele Bischoff vom "LSBTIQ+ Forum Düsseldorf" und dem Künstler Claus Richter am heutigen Freitag, 15. Oktober 2021, enthüllt.

Viele Jahre lang gab es den großen Wunsch, in Form eines Denkmals im öffentlichen Raum der Diskriminierung von Lesben, Schwulen und trans*Menschen zu gedenken. Die Kunstkommission wurde im Sommer 2018 vom Kulturausschuss der Landeshauptstadt Düsseldorf beauftragt, einen offenen Wettbewerb für die Realisierung des Erinnerungsortes in Rheinnähe zwischen Rheinkniebrücke und Oberkasseler Brücke durchzuführen. Vorangegangen war bereits ein Werkstatttag im März 2018 in der Mahn- und Gedenkstätte, bei welchem erste Vorstellungen zu einem Gedenkort in der Stadt ausgetauscht wurden.

Für den Erinnerungsort hatte die dem Kulturdezernat zugeordnete Kunstkommission Düsseldorf in Zusammenarbeit mit dem "LSBTIQ+ Forum Düsseldorf" einen zweiphasigen und anonymen Wettbewerb ausgelobt. Insgesamt waren 14 Künstlerinnen und Künstler eingeladen worden, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Im April 2019 fand eine öffentliche Informationsveranstaltung in der Kunsthalle statt, um über den Stand der Dinge und die jüngsten Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Wettbewerb zu informieren.

40 Kunstschaffende und Interessierte waren der Einladung gefolgt. Im Mai 2020 Stand dann der Siegerentwurf fest: Der Entwurf "Ein seltsam klassisches Denkmal" von Claus Richter, eine lebensgroße Figurengruppe aus Bronze, konnte sich durchsetzen. Im März dieses Jahres beschloss der Rat der Landeshauptstadt den Standort des Werkes auf der Wiese zwischen dem "KIT - Kunst im Tunnel" und dem "Apollo Varieté".