Düsseldorfer Oper nimmt Spielbetrieb wieder auf

Drei Premieren stehen auf dem Programm

Mit drei Premieren nimmt die Deutschen Oper am Rhein ab Freitag, 11. Juni 2021, den Spielbetrieb wieder auf.

Düsseldorf - Mit den Premieren von Rossinis „Il barbiere di Siviglia“, Wagners „Tristan und Isolde“ und des Ballett­abends „Lost and found“ feiert die Deutsche Oper am Rhein - noch vor der Sommerpause - die Rückkehr in den Spielbetrieb.

Gioachino Rossini: „Il barbiere di Siviglia“
Premiere am 11. Juni 2021 im Opernhaus Düsseldorf

Satte Situationskomik, funkelnde Bravourarien und furiose Ensembles - in nur drei Wochen hat Gioachino Rossini 1816 seine bis heute gefeierte musikalische Komödie, die auf dem ersten Teil der Figaro-Trilogie des Text­dichters Beaumarchais basiert, aufs Papier geworfen. Regisseur Maurice Lenhard erzählt sie mit augen­zwinkerndem Blick auf die Commedia dell’arte-Wurzeln der Vorlage als kapriziös-opulenten Dauerlauf zur Traumhochzeit. Marie Jacquot leitet die Düsseldorfer Symphoniker und ein spielfreudiges Rossini-Ensemble: Emmett O’Hanlon gibt sein Debüt als Figaro, Leonardo Ferrando den Grafen Almaviva, Maria Kataeva ist Rosina, Pablo Ruiz ihr Vormund Bartolo und Sami Luttinen dessen Verbündeter Basilio.

Richard Wagner: “Tristan und Isolde”
Premiere am 18. Juni (1. Aufzug), 19. Juni (2. Aufzug) und 20. Juni (3. Aufzug) im Opernhaus Düsseldorf

Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober kommt „Tristan und Isolde“ an jeweils drei aufein­ander folgenden Abenden im Opernhaus Düsseldorf zur Aufführung. Die Düsseldorfer Symphoniker und das mit Linda Watson (Isolde), Michael Weinius (Tristan) sowie Hans-Peter König und Thorsten Grümbel (König Marke) hochkarätig besetzte Ensemble können die ursprünglich für Dezember 2020 geplante Premiere nun endlich nachholen.

Speziell für die Deutsche Oper am Rhein hat der erfahrene Komponist und Dirigent Eberhard Kloke eine feinsinnige Bearbeitung der Partitur vorgenommen. Neben dem Hauptorchester im Orchestergraben sind verschiedene Ensem­bles im Bühnenraum verteilt. Beson­dere Bedeutung kommt einem Streichensemble mit Englisch­horn zu, das sich musikalisch und inhaltlich mit den Protagonisten verbindet. Dies bestimmt auch die Inszenierung von Dorian Dreher. Durch die Verteilung auf verschiedene Ensembles und Spielorte erzeugen mehr als 50 Orchester­musiker*innen eine in diesen Zeiten unerwartet große Klangfülle und tragen als Teil der szenischen Welt auf neue Weise dazu bei, das Denken, Fühlen und Handeln der Protagonisten nachvollziehbar zu machen.

„Lost and found“ mit dem Ballett am Rhein
Premiere am 19. Juni im Theater Duisburg und 25. Juni im Opernhaus Düsseldorf

Das im vergangenen Sommer neu aufgestellte Ballett am Rhein freut sich über die Gelegenheit, seinem Publikum zum Spielzeitabschluss noch einmal Kostproben aus seinem vielseitigen Repertoire zeigen zu können. „Lost and found“ nennt Ballettdirektor und Chefchoreograph Demis Volpi das Programm, in dem die Compagnie Choreographien zeigt, die in dieser Spielzeit einstudiert wurden und bislang noch gar nicht oder nur kurz auf den Bühnen präsentiert werden konnten.

Umrahmt von seiner eigenen Kreation „A simple piece“ und „Salt Womb“ von Sharon Eyal und Gai Behar, sind nach der ersten Pause vier kurze Choreographien zu erleben: Ein Ausschnitt aus „Love Song“ von Andrey Kaydanovskiy, „Solo“ von Hans van Manen, „Allure“ ebenfalls von Demis Volpi, und „Erbarme Dich“ von Neshama Nashman. Das von Demis Volpi moderierte Programm hat zwei Pausen und eine Gesamtdauer von 2 1/2 Stunden.