Düsseldorfer EG holt einen Punkt gegen München

Spiel geht in der Verlängerung verloren

Nach dem enttäuschenden Auftritt der Düsseldorfer EG am Freitag in Bremerhaven war am Sonntag, 16. Oktober 2022, vor heimischem Publikum Wiedergutmachung angesagt.

Düssedorf - Mit dem zurückgekehrten Bernhard Ebner, ohne den weiterhin verletzten Jonas Järvinen und ansonsten gegenüber dem Freitags-Match unverändert erwischte die DEG einen guten Start. Ebner kam an linken Rand des Torraums an die Scheibe, brachte sie aber nicht an Mathias Niederberger im Tor der Gäste unter (1.). Aus noch aussichtsreicherer, weil aus zentraler Position, durfte Alex Ehl abziehen (4.). Eine flüssige Kombination über die rechte Seite schloss Stephen Harper mit einem Schuss aus (zu) spitzem Winkel ab (6.).

Daniel Fischbuch trug den Puck mit Tempo nach vorne und legte sie ab zum noch besser postierten Verteidiger Mikko Kousa (9.). In zwei Überzahlspielen kamen die Rot-Gelben überhaupt nicht zurecht, fanden jeweils spät in die Aufstellung und blieben ungefährlich. Die Red Bulls waren bei ihren Vorstößen, die sich mit zunehmender Spielzeit häuften, auch immer gefährlich, doch Henrik Haukeland hielt seinen Kasten sauber. Kurz vor der Sirene entschärfte er einen Alleingang Filip Varejcka (19.). So ging eins gutes erstes DEG-Drittel ohne Tore zu Ende.

Die Mannschaft von Don Jackson kam mit mehr Druck aus der Kabine und dominierte die ersten Sekunden des zweiten Drittels. Der erste Treffer des Nachmittags fiel dann aber auf der anderen Seite. Die DEG konterte, Cedric Schiemenz ließ den Puck im Drittel der Gäste auf der rechten Seite für Alex Blank liegen, der löffelte ihn vom Rand des rechten Bullkreises einfach mal aufs Tor. Da Niederberger sich kräftig verschätzte, jubelten die DEG-Fans unter den 6.112 Zuschauern im PSD BANK DOME etwas unverhofft (23.). Für Blank war es der erste DEL-Treffer im Trikot der DEG.  Danach erhöhte München den Druck. Nachdem Ebner die Scheibe im eigenen Drittel vertändelt hatte, schlenzte sie Yasin Ehliz an den rechten Pfosten (25.).

Trevor Parkes durfte beinahe einen erfolgreichen Bauerntrick bejubeln, aber der Pfosten und ein paar DEG-Beine standen im Weg (28.). Auch Maksymilian Szuber ließ bei einem Distanzschuss den Klang des Gestänges ertönen (29.). Haukeland entschärfte einen Onetimer von Varejcka von der rechten Seite, der Nachschuss aus dem Slot wurde geblockt (32.). Niederberger rettete stark gegen Harper, nachdem der fein von Fischbuch bedient worden war (37.). In ihrer ersten Überzahl 118 Sekunden vor Drittelende zeigten die Gäste, dass man die Strafbank lieber meiden sollte. Auf einmal waren sie noch präsenter, ließen die Scheibe laufen, suchten den Weg zum Tor und waren brandgefährlich. Doch die DEG hielt all dem Stand und nahm die knappe Führung mit in die zweite Pause.

Die Vorzeichen für den Schlussabschnitt waren klar: München würde mit Macht kommen, die Jungs von Roger Hansson würden alles reinschmeißen müssen, um als Sieger vom Eis zu gehen. Früh im Drittel war Varejcka auf und davon, Luca Zitterbart wusste sich nur mit einem Stockschlag zu helfen (42.). Die DEG überstand das Unterzahlspiel aber schadlos. Tobi Eder schlenzte die Scheibe bei einem Konter an die Latte (48.). Eine kleine Düsseldorfer Druckphase endete mit einem Foul von Alec McCrea an blauen Linie bei dem Versuch, einen Münchener Gegenstoß zu unterbinden. Die dann folgende Überzahl war für die DEG-Defensive eine zu viel. Aus unmöglichem Winkel beförderte Zach Redmond den Puck zum Ausgleich ins Tor (53.). Bitter: Erst Eder und im nächsten Wechsel Kousa verloren ihren Schläger, sodass der Nachteil noch größer war. Danach stand das Spiel auf des Messers Schneide. Beide Mannschaften wollten den Sieg und spielten dementsprechend. Was wäre im stimmungsvollen PSD BANK DOME wohl los gewesen, hätte Harper seine Chance kurz vor dem Ende genutzt (59.)?

So ging es in die Verlängerung, die dann auf eine Weise zu Ende ging, die dieses tolle Spiel eigentlich nicht verdient gehabt hat. Ein fataler Spielerwechsel der DEG läutete deren Niederlage ein. Alle drei Rot-Gelben fuhren zum ersten Wechsel auf die Bank und übersahen dabei, dass mindestens Austin Ortega noch auf dem Eis bleiben wollte. Freddie Tieffels spielte sie ihm auf den Schläger, Ortega konnte den Puck in aller Seelenruhe annehmen und in Richtung Haukeland fahren. Im kurzen Eck auf der Fanghandseite schlug es ein.