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Cannabiskonsum unter jungen Deutschen weiter gestiegen

Affinität zu Zigaretten nimmt hingegen ab

Der Cannabiskonsum unter jungen Menschen in Deutschland ist gestiegen.

Berlin - In einer am Mittwoch in Berlin vorgestellten Drogenaffinitätsstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) von 2019 gaben 10,4 Prozent der Zwölf- bis 17-Jährigen und 46,4 Prozent der 18- bis 25-Jährigen an, schon einmal Cannabis ausprobiert zu haben.

"Die Zahlen beweisen, wie wichtig es ist, die Jugendlichen über die gesundheitlichen Risiken des Cannabiskonsums aufzuklären und ihnen klipp und klar zu machen, dass Kiffen nicht cool ist, sondern gesundheitsschädlich sein kann", erklärte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig.

Das Rauchen von Zigaretten ist hingegen unbeliebter geworden: Die Raucherquote fiel bei den Befragten auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Studien im Jahr 1973. 85,1 Prozent der Jugendlichen gaben an, in ihrem Leben noch nie geraucht zu haben. Die Nichtraucherquote bei den 18- bis 25-Jährigen ist mit 45,9 Prozent auf dem höchsten Stand seit 1973.

Die Zahlen beim Rauchen seien "mehr als erfreulich", erklärte Ludwig. Laut Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, müsse jedoch die Entwicklung des Konsums von E-Produkten und Wasserpfeifen beobachtet werden.

Ebenfalls gesunken ist die Affinität zu Alkohol. Während 2004 noch rund jeder Fünfte der Zwölf- bis 17-Jährigen angab, mindestens einmal in der Woche Alkohol zu trinken, war es 2019 nur noch fast jeder Zehnte. Bei den 18- bis 25-Jährigen sank der wöchentliche Alkoholkonsum im gleichen Zeitraum von 43,6 Prozent auf 32,9 Prozent.

"Besorgniserregend ist, dass nach wie vor insgesamt zu viele junge Menschen bis zum Alkoholrausch trinken", erklärte Thaiss. Männliche Jugendliche tranken sich häufiger in einen Rausch als weibliche. Bei den 18- bis 25-Jährigen gaben 43,9 Prozent der Männer und 24,5 Prozent der Frauen an, sich in den letzten 30 Tagen mindestens einmal in den Rausch getrunken zu haben.

Für die Studie 2019 wurden 7000 Menschen im Alter von zwölf bis 25 Jahren im Zeitraum von April bis Juni 2019 befragt.

(xity, AFP)


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