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CDU empfindet Umweltspuren als falschen Ansatz

Andreas Hartnigk: "Verkehr wird lahmgelegt"

In der Sitzung des Ordnungs- und Verkehrsausschusses am 09. Januar 2019 sollen Methoden besprochen werden, um die Luftqualität in Düsseldorf zu verbessern. So will die Stadtverwaltung sogenannte Umweltspuren einführen. Die CDU-Fraktion ist dagegen.

Düsseldorf - "Die CDU befürchtet, dass der Verkehr in Düsseldorf durch großflächige Fahrverbote lahmgelegt werden soll. Das schadet der Wirtschaft und auch den Menschen, die hier leben und arbeiten. Ob Fahrverbote die Luftqualität verbessern, erscheint zudem fraglich." Mit diesen Worten beginnt der Ergänzungsantrag der CDU zur Sitzung am 09. Januar 2019.

Die CDU sieht in den Umweltspuren eine Beschneidung der Hauptzufahrtsachsen im Düsseldorfer Straßenverkehr. Rund 300.000 Pendlerinnen und Pendler nutzen täglich das Straßennetz der Landeshauptstadt um ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Hier will die CDU unter anderem auf Park-and-Ride setzen, um die Pendler in den Öffentlichen Nahverkehr zu bringen. Viele davon können nicht einfach auf das Fahrrad umsteigen, da sie oftmals weite Strecken bis in die Stadt zurücklegen müssen. "Um insbesondere die Pendlerinnen und Pendler zum Umstieg auf den ÖPNV/SPNV zu bewegen, ist es nicht der richtige Weg, die Hauptzufahrtsachsen zu beschneiden und damit den Verkehr zum Erliegen zu bringen," so Andreas Hartnigk, stv. Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion. "Vielmehr müssen bereits im Umland von Düsseldorf Möglichkeiten geschaffen werden, um den Umstieg auf den ÖPNV zu fördern beziehungsweise attraktiv zu machen."

In einem Ergänzungsantrag fordert die CDU-Fraktion unter anderem, dass der Ausbau von Park-and-Ride-Flächen forciert werden soll. Hier gibt es Fördermittel auf Bundes-, Landes- und Europa-Ebene, die genutzt werden sollen. Als zweiten Punkt will man bei der CDU ein sofortiges Verbot für Flusskreuzfahrt- und Hotelschiffe beim Anlegen an Düsseldorfer Steigern, die dort den benötigten Strom über Dieselverbrennung produzieren. Auch smarte Ampelanlagen sollen helfen, die Luftqualität zu verbessern, da sie den Verkehrsfluss verbessern und so zu weniger Emissionen führen. Auch die Verbesserung der Rheinbahn-Taktung und -Pünktlichkeit sind als Themenschwerpunkte im Ergänzungsantrag der CDU zu finden. So sollen sich Pendler innerhalb der Stadt besser ohne eigenes Auto bewegen können.


CDU empfindet Umweltspuren als falschen Ansatz
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