Brand im Chempark Leverkusen

Keine Gefahr für Kölner Bevölkerung

Am gestrigen Dienstag, 27. Juli 2021, kam es um kurz vor 10.00 Uhr zu einer folgenschweren Explosion mit ausgedehntem Folgebrand in einer Müllverbrennungsanlage des Chempark Leverkusen im Stadtteil Leverkusen-Bürrig.

Köln - Am gestrigen Dienstag, 27. Juli 2021, kam es um kurz vor 10.00 Uhr zu einer folgenschweren Explosion mit ausgedehntem Folgebrand in einer Müllverbrennungsanlage des Chempark Leverkusen im Stadtteil Leverkusen-Bürrig. Die Zuständigkeit liegt bei der Firma Currenta als Betreiber des Chempark Leverkusen und der angeschlossen Anlage.

Durch das Brandereignis entstand eine weithin sichtbare Rauchsäule, die zu Verunsicherung auch bei der Kölner Bevölkerung führte. Im Rahmen der Gefahrenabwehrmaßnahmen wurde auf dem Stadtgebiet der Stadt Köln bereits kurz nach Ereigniseintritt ein sogenannter Messeinsatz eröffnet und vorbereitet. Entsprechende Messungen in direkt angrenzenden Stadtteilen begannen bereits um 10.40 Uhr.

In der Einsatzleitung der Feuerwehr Köln wurde zeitnah entschieden, eine „Vorsorgliche Information der Bevölkerung“ gemäß Warnerlass herauszugeben. Dieses Instrument wird gewählt, wenn das subjektive Empfinden einer Gefährdung in der Bevölkerung vorliegen könnte oder vorliegt, jedoch objektiv eine Gefährdung ausgeschlossen werden kann.

Die Ausbreitung der Rauchwolke bei entsprechenden Ereignissen wird durch verschiedene Modelle dargestellt und engmaschig aktualisiert. So wurde auch gestern verfahren. Der Wind trieb die Rauchwolke fortwährend in nord- und nordöstliche Richtungen – weg vom Stadtgebiet Köln. Zu keinem Zeitpunkt gab es einen Eintrag der Rauchwolke auf Kölner Stadtgebiet.

Messungen wurden unter anderem in den Stadtteilen Merkenich, Flittard, Dünnwald, Langel und Rheinkassel durchgeführt. In allen Bereichen waren die Messergebnisse durchweg unauffällig, sodass weder weitere Maßnahmen mit Blick auf eine Warnung der Bevölkerung noch eine räumliche Ausweitung des Messeinsatzes notwendig waren. Der Brand war gegen 12.15 Uhr unter Kontrolle, und damit verbunden ein deutlicher Rückgang der Rauchentwicklung. Die leichte Rauchentwicklung beschränkte sich zu diesem Zeitpunkt auf den direkten und unmittelbaren Schadenort. Der Messeinsatz im Stadtgebiet Köln durch die Feuerwehr Köln wurde bis kurz nach 17 Uhr aufrechterhalten.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) wurde zuständigkeitshalber von der Firma Currenta angefordert um am Schadenort wie auch in umliegenden Bereichen in eigener Zuständigkeit tätig zu werden. Das LANUV entscheidet auf Grundlage ihrer Ergebnisse ob eine Ausweitung der Tätigkeiten auf weitere Gebiete notwendig ist. Das LANUV wäre von sich aus in Köln tätig geworden, wenn Auswirkungen auf Köln erkennbar oder zu befürchten gewesen wären.