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Bericht: Autofahrer sollen ohne Prüfung Motorradfahren dürfen

Verkehrsminister Scheuer will Fahrerlaubnisverordnung ändern

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will einem "Spiegel"-Bericht zufolge Autofahrern den Zugang zum Motorradfahren deutlich erleichtern.

Berlin - Autofahrer sollten künftig ohne zusätzliche Prüfung leichte Motorräder fahren dürfen, berichtete das Magazin am Donnerstag. Aus einem Entwurf zur Änderung der Fahrerlaubnisverordnung gehe hervor, dass in Zukunft lediglich wenige Übungsstunden vorgesehen seien.

Demnach sollen Autofahrer ihren Führerschein der Klasse B um eine sogenannte Schlüsselzahl 195 erweitern und leichte Motorräder fahren können. Diese Leichtkrafträder zum Beispiel der Hersteller Piaggio oder Yamaha haben demnach maximal 15 PS, können aber mehr als hundert Stundenkilometer schnell fahren.

Eine Prüfung soll dem Bericht zufolge anders als bisher nicht nötig sein. Autofahrer müssten bloß eine anderthalbstündige Theorieeinheit und sechs praktische Fahrstunden absolvieren, wie es hieß. Möglich soll dies aber erst für Autofahrer ab 25 Jahren sein, die ihren Führerschein seit mehr als fünf Jahren besitzen.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat übte gegenüber dem "Spiegel" Kritik. Man sehe "keine hinreichenden Gründe, den Zugang zur zweitgefährlichsten Fahrzeugklasse auf deutschen Straßen zu lockern". Das Bundesverkehrsministerium bestätigte den Bericht zunächst nicht.

(xity, AFP)


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