28.01.2021 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Allergie oder Corona?

Allergie oder Corona?

Was man bei Hausstaubmilben-Allergie tun kann

Das Coronavirus sorgt besonders bei Hausstaub-Allergiker für große Verunsicherung. Neben den persönlichen Zweifeln worauf die belastenden Symptome zurückzuführen sind, kommen bei jedem Huster auch noch skeptische Blicke der Mitmenschen dazu.

Allergie oder Corona?

Köln - Corona oder Allergie? Diese Frage stellen sich seit dem Frühjahr 2020 etwa 60 Millionen Allergiker in Europa. Symptome wie trockener Husten und Atemnot führen in der kalten Jahreszeit und mit Beginn der Heizperiode besonders bei Hausstauballergikern zu großer Verunsicherung. "Die Augen brennen, die Nase läuft, ich fühle mich abgeschlagen wenn ich schlecht geschlafen habe", so Petra Rademacher, Hausstaub-Allergikerin. "Das ist auch, was ich an der Supermarktkasse merke. Die Leute sind unsicher. Da steht vor ihnen jemand der irgendwie mit Krankheitssymptomen zu kämpfen hat."

Ein erhöhtes Risiko sich mit dem Corona Virus anzustecken haben Allergiker nicht. Auch einen schweren Verlauf der Krankheit müssen sie laut Experten nicht befürchten. "Bei der Allergie ist es so, dass natürlich die Beschwerden ähnlich sind, die Augen tränen, die Nase läuft, der Hustenreiz ist da. Es sind aber weiter keine Beschwerden oder Krankheitsbilder festzustellen. Zum Unterschied dazu kann Corona mit hohem Fieber, plötzlicher starker Atemnot und wirklich unter Umständen dramatischen Krankheitsgeschehen einher gehen," erklärt Annelie Kuhlen von der Einhorn Apotheke in Köln.

Niesen und juckende Augen sind also klassische Allergie-Symptome und eher kein Anzeichen für eine Covid-Erkrankung. Auslöser dieser Beschwerden können Hausstaubmilben sein, die in Haushalten fast überall zu finden sind. Milben ernähren sich von Hautschuppen und lieben das warme, feuchte Klima viel genutzter Polstermöbel. Ihre Hinterlassenschaften zerfallen zu kleinen Staubpartikeln und lösen bei etwa 13 Prozent der Bevölkerung eine allergische Reaktion aus. Betroffene müssen sich ihrem Schicksal aber nicht widerstandslos ergeben, erklärt Annelie Kuhlen: "Was jeder auf jeden Fall regelmäßig machen sollte ist häufig lüften, regelmäßig staubsaugen und natürlich die Bettwäsche bei mindestens 60 Grad regelmäßig waschen."

Für einige Patienten reichen diese Maßnahmen nicht aus. Die Milbenpopulation lässt sich durch regelmäßiges Putzen und Wischen zwar reduzieren aber nicht vollständig beseitigen. Hier sollen spezielle Mittel Abhilfe schaffen. Wer dabei auf Cortison verzichten will kann auch auf unbedenklichere Inhaltsstoffe zurückgreifen. So gibt es Mittel, die beispielsweise auf Basis des natürlichen Margosa-Extrakts Tajmalin wirken. Dieser Stoff wird aus den kalt gepressten Samen des Niembaums gewonnen. Laut Hersteller machen die Inhaltsstoffe die Nahrungsquellen der Hausstaubmilben ungenießbar und führen zu deren Absterben.

Dennoch sollte bei Symptomen einer Hausstauballergie, für einen nachhaltigen Behandlungserfolg, ein Facharzt konsultiert werden. Gegen akute Symptome helfen allerdings schon wirksame Medikamente aus der Apotheke.


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