6. Play It Again-Festival

Programm für junge Theaterbegeisterte

Das Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf veranstaltet vom 27. bis 29. März das 6. Play It Again-Festival für junge Theaterbegeisterte aus Nordrhein-Westfalen.

Düsseldorf - Eingeladen wurden dieses Mal vier Theaterproduktionen und zwei Konzertformate von freien Ensembles und studentischen Gruppen aus Düsseldorf, Bochum, Köln und Wuppertal. Darüber hinaus bietet das Festival - wie auch in den vergangenen Jahren - zwei kostenlose, ganztägige Workshops für Jugendliche und junge Erwachsene ab 16 Jahren an. Ergänzt wird das Programm durch eine kleine Foyer-Ausstellung mit Arbeiten junger Fotokünstler, die während eines mehrmonatigen Fotografie-Workshops immer wieder Inszenierungen, die auf der Studiobühne des Theatermuseums gezeigt wurden, auf ihre ganz eigene Art festgehalten haben.

Die Produktionen

Zum Festivalauftakt - am Freitag, 27. März, um 19 Uhr - gastiert das Improvisationstheater "Die Bande" aus Bochum. Die siebenköpfige Truppe spielt Impro für und mit dem Publikum. Völlig unvorhersehbar bewegt sie sich turbulent durch spontane Geschichten, die weder Shakespeare noch das Leben so schreiben kann. Es gibt keinen Autor, kein Bühnenbild, keine Kostüme oder Regisseure und doch entsteht eine Geschichte nach der anderen. Die Zuschauer werfen vom Platz aus Wünsche und Ideen auf die Bühne, und was das Publikum als Miterfin-der einer Szene für seine Ideen bekommt, entwickelt sich direkt und ohne Probe vor ihren Augen.

Nach den Stegreifimprovisationen wird es um 20.30 Uhr "klassischer". Frei nach Ariel Dorfmans Stück "gefangen" hat sich "Bühnendynamik", ebenfalls aus Bochum, mit dem Thema Schein und Wirklichkeit auseinandergesetzt. Unter der Regie von Robert Külpmann erzählen die Studierenden der Ruhruniversität die Geschichte von fünf Menschen - verstrickt in ihre eigenen Vorstellungen, verfolgt von ihrer Vergangenheit, bestimmt durch ihre Überzeugungen - und vermischen dabei Schauspiel mit Stilistiken des Stummfilms und des Film Noir. Ein absurdes Verwirrstück über das Vergessen und das Vergessenwerden, über Wahrheit, Paranoia, Schmerz und Gerechtigkeit.

Am zweiten Festivaltag, Samstag 28. März, dreht sich beim Gastspiel des Kölner "EinEuro-Ensembles" um 20 Uhr alles um das Thema Liebe. In der Eigenproduktion "Höre deutlich Herz pumpt Blut" unter der Regie des Schauspielers Michael Neupert taumeln und rennen, tanzen und spüren, leben und sterben acht Spieler, die mit der körpereigenen Droge Liebe experimentieren, in einem Netz aus Sehnsucht und Wahnsinn.

Den musikalischen Ausklang setzt an diesem Abend um 21.15 Uhr das Konzert "Der Sarg ist fertig" des Düsseldorfer "Looters-Ensembles". Drei Darsteller und Musiker präsentieren selbst geschriebene Gitarrensongs zur Schwere des Lebens.

Am Sonntag, 29. März, um 18 Uhr bieten "Impulz-Theaterprojekte" aus Düsseldorf mit "Komm mal klar" den fünften offiziellen Impulz-Monologabend. Wie auch in den letzten Jahren landen hier 15 bis 20 Jugendliche einen Rundumschlag an selbst entwickelten Monologen, Dialogen und Theaterszenen. In unverblümter Direktheit erhalten die Zuschauer einen tiefen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt von Heranwachsenden.

Auch der letzte Festivalabend klingt musikalisch aus. Um 19.30 Uhr begeistert Selome Abdulaziz aus Wuppertal die Zuschauer mit eigenen Kompositionen. Die 18 -jährige Singer-Songwriterin spielt seit ihrem elften Lebensjahr Klavier und Gitarre, seitdem sie 15 ist. Ihren bisher größten Auftritt hatte sie beim Schülerrock-Festival 2014 vor etwa 2000 Zuschauern.


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