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40 Jahre Neue Musik im Hinterhof

Neues Buch zieht Bilanz einer Konzertreihe

"3 mal neu – Chronik über vierzig Jahre Neue Musik im Hinterhof" – so lautet der Titel eines Buches, das jetzt in der Schriftenreihe des Freundeskreises der Stadtbüchereien Düsseldorf e.V. erschienen ist.

Düsseldorf - Das Buch – herausgegeben von Oskar Gottlieb Blarr ("OGB") und der Musikbibliothek der Stadtbüchereien – dokumentiert die lange Geschichte einer erfolgreichen Konzertreihe für Neue Musik. Mit Notenbeispielen, Fotos und Kritiken aus der Presse werden alle Konzerte von 1972 bis zum letzten Zugabenkonzert in der Musikbibliothek am 1. April 2014 umfassend dargestellt.
"3 mal neu" benannte Blarr die Konzertreihe bei ihrer Gründung 1972; es war ein Wortspiel in Anlehnung an die damals populäre Fernsehshow "Drei mal neun" von und mit Wim Thoelke. 129 Konzerte gab es in den 40 Jahren bis 2011, hinzu kamen eine Wiederholung im Steinwayhaus und drei "Zugabe"-Konzerte bis 2014. Hauptort der Aufführungen: die Neanderkirche an der Bolkerstraße – die Kirche im "Hinterhof".
Die Zielsetzung der Konzertreihe:
- Ein "normales" Konzertpublikum zur Auseinandersetzung mit Neuer Musik anzuregen,
- jungen Talenten der Neuen Musik eine außerakademische Plattform zu bieten,
- die sakrale Ausrichtung Neuer Musik zu vermitteln (unter anderem durch die Präsentation eigener Werke von "OGB"),
- internationale künstlerische Kontakte zu vertiefen, vor allem nach Israel und Polen.
Die Konzertgeschichte zeigt nicht nur die enge Verbindung zwischen Oskar Gottlieb Blarr, seinem Lehrer und Mentor Günther Becker und der Musikbibliothek auf, sondern weist zahlreiche Verbindungen zwischen den Musikschaffenden der Landeshauptstadt untereinander, zu auswärtigen Kolleginnen und Kollegen sowie zu den anderen Kulturgattungen nach, deren Entwicklung man über 40 Jahre verfolgen kann.
Für heutige Verhältnisse bemerkenswert ist auch, wie "OGB" sein Amt als Kantor nutzte, um "aus der Gemeinde heraus" in die Stadt hinein zu wirken und sogar weit darüber hinaus internationale Kontakte zu knüpfen, auch sein eigenes Werk kompositorisches Werk voran zu treiben, ohne seinen konfessionellen Auftrag aus dem Auge zu verlieren.

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