3. Spieltag in der 1. Rollstuhl-Bundesliga

Borussia auf Meisterschaftskurs

Borussia Düsseldorf startete mit einem Paukenschlag in das Jahr 2016, gewann alle drei Partien, entthronte den noch amtierenden Meister aus Frankfurt und greift nun am 9. April nach dem ersten Meistertitel für die Borussia im Rollstuhl-Tischtennis.

Düsseldorf - Vier Mannschaften waren nach der Hinrunde an der Tabellenspitze nur durch zwei Punkte getrennt, ein Vierkampf um die Deutsche Meisterschaft bahnte sich an. Doch nach diesem Spieltag sind es nur noch drei Teams, die das Rennen um den großen Triumph unter sich ausmachen werden. Spitzenreiter Duisburg, Koblenz (beide 18:4 Punkte) und Borussia Düsseldorf (16:4). Frankfurt indes verabschiedete sich aus dem Quartett und hat mit vier Zählern Rückstand kaum noch eine Chance, seinen Titel zu verteidigen.

Dafür sorgten auch die Borussen, die das Kracherspiel gegen die Hessen zum Auftakt mit 3:2 gewannen und sich für die Hinspiel-Niederlage in gleicher Höhe revanchierten. Matchwinner war das Doppel von Thomas Schmidberger und Sandra Mikolaschek, das sich gegen die Kombination Jörg Dideon/Bart Brands sicher mit 3:1 durchsetzte. Schmidberger holte im Einzel die beiden weiteren Punkte für die Borussia.

Auch die beiden Bayreuther Teams bekamen anschließend die Düsseldorfer Stärke zu spüren. Thomas Schmidberger baute mit vier weiteren Einzelsiegen seine unglaubliche Serie in der 1. Liga auf nunmehr 20:0-Siege aus. Da auch die junge Sandra Mikolaschek stark aufspielte und jeweils ein Match gewann und auch beide Doppel souverän an das Borussen-Duo gingen, wurden die Kontrahenten jeweils deutlich mit 4:1 besiegt.

"Drei Spiele, drei Siege, mehr geht nicht", jubelte Trainer Michele Comparato. "Der Sieg gegen Frankfurt zu Beginn war ein Bigpoint, die beiden klaren Erfolge anschließend gegen Bayreuth 1 und 2 unterstrichen die Klasse von Tom und Sandy."

Mit 16:4 Punkten liegt die Borussia nach diesem Spieltag zwar "nur" auf Rang drei, allerdings haben die beiden Teams aus Duisburg und Koblenz bereits ein Spiel mehr absolviert (18:4). Da der Spitzenreiter aus Duisburg das Duell gegen Koblenz verlor und nun ebenfalls vier Minuspunkte aufzuweisen hat, wird es am letzten Spieltag in Düsseldorf einen Dreikampf um den deutschen Meistertitel geben. "Wir haben es in der eigenen Hand, so wie ich das gehofft hatte", sagte Schmidberger. "Wir spielen noch gegen Duisburg und Koblenz und können die Meisterschaft aus eigener Kraft gewinnen."