25 Glücksgeschichten aus der ganzen Stadt

Plakatausstellung im Projekt Perspektivwechsel

Die Macher der Plakatausstellung "Glück in Krefeld. Krefelder Gesichter. Krefelder Geschichten" freuen sich über eine gute Resonanz.

Krefeld- Über das ganze Wochenende strömten viele Besucher in den Mies-van-der-Rohe-Businesspark, um sich die 25 individuellen Krefelder Glücksgeschichten in Wort und Bild anzusehen. Die Ausstellung ist Teil des Projekts "Krefelder Perspektivwechsel - Eine neue Sicht auf Samt und Seide". Die Idee zur Ausstellung stammt von der Designerin Sylvia Paschold-Melahn, bei der Umsetzung halfen der Fotograf Andreas Willems und der Texter Sebastian Paschold.

Oberbürgermeister Frank Meyer hatte die Ausstellung am Freitagabend eröffnet. In seiner Rede ging es um die Bedeutung des Glücks als menschliche Triebfeder im Allgemeinen, aber auch im konkreten Sinn, bezogen auf Krefeld als Heimatstadt und Wohnort: "Krefelder Perspektivwechsel ist ein gutes Motto, um neue Blicke auf unsere Stadt zu werfen und sie als einen Glücksort zu erkennen. Ich weiß, dass wir Krefelder uns manchmal schwer tun mit der Zuneigung zu unserer eigenen Stadt - aber ich weiß auch, dass wir die Chance haben, diese Sichtweise auf uns selbst zu verändern. Es ist toll, wie in dieser Ausstellung aus unterschiedlichen Perspektiven ein ungewöhnliches Bild unserer Stadt entsteht - gezeichnet von den Menschen, die hier wohnen."

Mit einem Aufruf im Herbst 2015 hatten die Macher der Ausstellung Menschen aus Krefeld aufgefordert, in einem kurzen Statement zu erklären, warum sie in der Stadt glücklich sind und wie sie ihr Glück gefunden haben. Es wurden 25 Personen ausgewählt - Alte und Junge, Behinderte und Nicht-Behinderte, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, bekannte Gesichter ebenso wie der Nachbar von gegenüber. Sie erzählen von der großen Liebe, der Zufriedenheit in der Familie, aber auch von kleinen Dingen aus dem Alltag. So entstehen 25 ureigene Krefelder Geschichten - persönlich, liebenswert und berührend. In der Ausstellung sind Porträtfotos der 25 Teilnehmer zu sehen, daneben ist jeweils ihre individuelle Glücksgeschichte nachzulesen. Einige der Plakate sind bereits bekannt, weil sie in den vergangenen Wochen an Krefelder Litfaßsäulen hingen.

Einen anderen Blick auf Krefeld zu richten, entsprechend die Stadt aus einer anderen Perspektive zu sehen - das ist Gegenstand der Initiative "Krefelder Perspektivwechsel". Allein im Jahr 2015 hat es über 30 Aktionen im Rahmen des Projekts gegeben. Der "Krefelder Perspektivwechsel" ist eine gemeinsame Initiative von Stadtmarketing, Wirtschaftsförderung und Chempark Krefeld-Uerdingen. Im gesamten Aktionszeitraum steht www.krefelder-perspektivwechsel.de als Beteiligungs- und Informationsplattform zur Verfügung. Von 2015 bis 2023 soll über Perspektivwechseljahre ein neues Stadtbewusstsein entstehen. Dabei soll der Stadtslogan "Stadt wie Samt und Seide", in seiner zeitgemäßen Interpretation "kreativ, innovativ, weltoffen" nachvollziehbar erklärt, zu einer Leitschnur des öffentlichen Handelns und zu einem Grundkonsens der Stadtgesellschaft werden. Mittels identitätsstiftender Aktionen sollen den Krefeldern Anreize gegeben werden, sich als "Markenbotschafter" für ihre Stadt zu verstehen.