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1.007 neue Betreuungsplätze für Kinder geschaffen

Stadt Krefeld zieht nach fünf Jahren Bilanz

Der Jugendhilfeausschuss hat in seiner Sitzung einen Sachstandsbericht über den Ausbau in der Kindertagesbetreuung bekommen.

Krefeld - Hintergrund war eine Anfrage der CDU-Fraktion, die eine Aussage der Verwaltung und des Oberbürgermeisters in Zweifel zog, dass im Laufe der Legislaturperiode insgesamt 800 neue Kita-Plätze entstanden seien. Durch die neu entstandenen Kitas Hubertusstraße (153 Plätze), MUMM Ispelsstraße (125 Plätze) und Christian-Roos-Straße (140 abzüglich 95 aus Bestand am Lutherplatz) entstanden 323 neue Kita-Plätze.

Durch Umbauten und Erweiterungen konnten seit März 2015 weitere 210 zusätzliche Plätze in den Kitas Kreuzweg (20), Peter-Lauten Straße (40), An de Dreew (20), Am Kinderhort (20), Kempener Allee (60), Hermannstraße (20) und Oberdießemer Straße (30) geschaffen werden, so dass insgesamt 533 Plätze errichtet wurden. Dazu kommen aktuell der Anbau am Krützboomweg mit 55 Plätzen und die im Herbst fertig werdenden Kitas am Appellweg und der Cäcilienstraße mit jeweils 100 Plätzen. Das ergibt eine Gesamtzahl von 788 neuen Kita-Plätzen, die in der Legislaturperiode entstanden sind.

418 neue Plätze in der Kindertagesbetreuung
Gleichzeitig sind wegen des enorm gestiegenen Bedarfs auch noch 418 neue Plätze in der Kindertagesbetreuung entstanden. Somit wurden in Krefeld tatsächlich seit dem Jahr 2015 insgesamt 1.206 neue Plätze zur Tagesbetreuung von Kindern geschaffen. Dass diese nicht alle als nutzbare Plätze eins zu eins an Kinder verteilt werden konnten, hat mehrere Gründe: Beispielsweise werden für jedes Kind mit Inklusionsbedarf zwei Plätze benötigt. Auch der Anstieg im Bedarf an Betreuungsplätzen für unter Dreijährige führt dazu, dass angesichts der räumlichen Gegebenheiten (Plätze und Räume zum Schlafen und Wickeln) weniger Plätze verteilt werden konnten.

Das Auslaufen befristeter Betriebserlaubnisse für Bestandgruppenräume und Auflagen des Landschaftsverbands Rheinland führen zu weiteren Reduzierungen in der Belegung einzelner Kitas. Die Verwaltung stellte dem Ausschuss damit die Gesamtzahl der nutzbaren Plätze vor. Dies sind 589 Plätze in den Kitas und mit den 418 Kindertagesbetreuungsplätzen immerhin noch 1.007 neue Plätze für die Betreuung der Kinder im Vorschulalter.

Fachkräftemangel: Nicht überall eine umfangreiche Besetzung möglich
An die Grenzen kommt Krefeld aktuell eher wegen des Fachkräftemangels. Derzeit ist es nicht möglich, für alle verfügbaren Kita-Plätze eine umfangreiche Betreuung anzubieten. Da freiwerdende Stellen momentan nicht sofort wiederbesetzt werden können, arbeiten neun Krefelder Kitas derzeit noch mit reduzierten Betreuungszeiten. Das betrifft die Eltern, die den vollen Betreuungsumfang von 45 Wochenstunden beantragt haben. Ihnen können in den betroffenen Kitas derzeit nur 35 Wochenstunden angeboten werden. Auch darüber berichtete die Verwaltung im Jugendhilfeausschuss. Dieser sprach sich deshalb für eine Aufstockung der Ausbildungskontingente an den Berufskollegs aus.


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