25.03.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> 1. Flüchtlingskonferenz in Krefeld

1. Flüchtlingskonferenz in Krefeld

Lenkungskreis koordiniert Hilfeleistungen

Für die "große Bereitschaft, die Flüchtlinge in Krefeld mit verschiedenen Hilfen bestmöglich zu unterstützen" hat sich Oberbürgermeister Gregor Kathstede bei den Teilnehmern der 1. Flüchtlingskonferenz Krefeld gleich zu Beginn im Rathaus bedankt.

Krefeld - Der Einladung des Oberbürgermeisters waren Vertreter von Flüchtlingsrat, dem Bündnis für Toleranz und Demokratie, Kinderschutzbund, Kirchen, Diakonie, Caritas, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Der Paritätische, Jüdische Gemeinde, Arbeiterwohlfahrt (AWO), Integrationsrat, der Arbeitsgemeinschaft der Krefelder Bürgervereine sowie der im Rat vertretenen Parteien gefolgt. "Für uns ist es wichtig, mit Ihnen fortlaufend abzustimmen, wie gemeinsam geholfen werden kann und welche dringenden Notwendigkeiten bestehen“, machte Gregor Kathstede deutlich.

Auch erste Maßnahmen sind in der Auftaktsitzung der Flüchtlingskonferenz bereits beschlossen worden: Für die Koordination der zahlreichen und unterschiedlichen Hilfsangebote soll zukünftig ein Lenkungskreis mit Vertretern der professionellen Hilfsorganisationen und der Stadtverwaltung sorgen. Dieser soll unmittelbar zu Beginn des neuen Jahres seine Arbeit aufnehmen und erstmals zusammen kommen. "So wird eine grundlegende Struktur geschaffen, um die Hilfen zu organisieren“, erklärte der Leiter des Fachbereichs Soziales, Wolfram Gottschalk. Auch Hilfsorganisationen und Flüchtlingsrat betonten in der Konferenz nochmals die Notwendigkeit einer Koordinationsstelle. Die Caritas Krefeld erklärte außerdem, ihre Flüchtlingsberatung ausbauen und mit zusätzlichem Personal verstärken zu wollen. Die Verwaltung will auch dem Wunsch der beteiligten Hilfsorganisationen entsprechen, Informationen über Herkunft, Alter und Geschlecht der Flüchtlinge zu übermitteln, damit vor Ort gezielt unterstützt werden kann, zum Beispiel durch Sprachangebote oder frühkindliche Beratung. Auf Initiative von Oberbürgermeister Kathstede soll außerdem ein Spendenkonto eröffnet werden, damit zielgerichtet auch Gelder für die Unterstützung der Krefelder Flüchtlinge gespendet werden können. "Wir gehen davon aus, dass viele Flüchtlinge über einen längeren Zeitraum in unserer Stadt bleiben werden“, so der Oberbürgermeister. Wichtig sei neben der Versorgung mit adäquatem Wohnraum deshalb besonders die Betreuung der Menschen, damit sie sich in der neuen Umgebung schnell zurecht finden und einleben könnten.

Aktuell beträgt die Zahl der Flüchtlinge in Krefeld 1100 Personen aus 53 Ländern, etwa 40 Prozent davon sind Kinder. Bereits Ende dieser Woche werden weitere 30 Flüchtlinge erwartet. Die Stadtverwaltung geht zur Zeit davon aus, dass bis Ende des kommenden Jahres die Zahl der Flüchtlinge in Krefeld auf 1800 steigen wird. Oberbürgermeister Gregor Kathstede machte deutlich, dass er in absehbarer Zeit zur zweiten Sitzung der Flüchtlingskonferenz Krefeld eingeladen werde, um weitere Schritte mit den Akteuren zu besprechen. "Das wollen wir partnerschaftlich tun. Für das große Engagement der unterschiedlichen Einrichtungen sind wir sehr dankbar“, so Kathstede.


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