190 Wohnungen an der Verweyenstaße

Gutachterverfahren im Nachgang entschieden

An der Verweyenstraße in Kaiserswerth sollen auf einer Fläche von 16.500 Quadratmetern 190 Wohnungen entstehen.

Düsseldorf - Die dortige Wohnanlage der Düsseldorfer Wohnungsgenossenschaft entspricht hinsichtlich der vorhandenen Wohnungsgröße, der Grundrisseinteilung sowie des energetischen Standards nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Zugleich besteht im Norden von Düsseldorf nach wie vor ein Bedarf an neuem Wohnraum für unterschiedliche Zielgruppen. Aus diesem Grund führte die DWG gemeinsam mit der Landeshauptstadt Düsseldorf ein mehrstufiges Gutachterverfahren unter intensiver Beteiligung der Öffentlichkeit durch.

Nachdem aus den fünf qualifizierten Planungsteams von Stadtplanern und Landschaftsarchitekten am 24. Februar kein eindeutiger Sieger hervorgegangen war, einigte sich die Jury unter Vorsitz von Prof. Johannes Ringel jetzt einstimmig auf den Entwurf von Wienstroer Architekten (Neuss) und greenbox Landschaftsarchitekten (Düsseldorf). Durch den Entfall zweier Gebäude und die deutliche Reduzierung von Tiefgarageneinfahrten und Straßenflächen, überzeugt der Entwurf nun durch eine hohe Wohnqualität im Inneren und ein großes Angebot an Grünflächen.

"Der Entwurf besticht durch seine hohe städtebauliche und architektonische Qualität. Das Projekt wird einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von neuem qualitätsvollen Wohnraum schaffen", freut sich Ruth Orzessek-Kruppa, Leiterin des Stadtplanungsamtes.

"Mit dieser Planung ist es uns möglich, in drei Modulen ein neues Quartier zu schaffen, ohne dass die Bewohner ihre gewohnte Umgebung verlassen müssen. Das war unser Versprechen an die Bewohner und wir können dies nun für jeden sichtbar auch einhalten", Heiko Leonhard, Vorstand der DWG. Ein weiteres Planungsziel war, dass sich in der späteren Siedlung öffentlich geförderte Wohnungen, freifinanzierte Mietwohnungen bzw. Eigentumswohnungen optisch nicht unterscheiden lassen.

Im ersten Bauabschnitt sollen insgesamt 62 öffentlich geförderte Wohnungen entstehen. Im zweiten und im dritten Bauabschnitt sollen dann Miet- und Eigentumswohnungen sowie das preisgedämpfte Segment folgen. Auf Basis dieser Planung soll nun ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden. In einer seiner nächsten Sitzungen könnte der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung bereits den Startschuss dafür geben. Parallel wird die DWG bereits mit der weiteren Planung beginnen. Im Sommer dieses Jahres sollen die ersten freistehenden Häuser an der Alten Landstraße abgerissen werden. Mit den ersten Bauarbeiten könnte dann Anfang 2018 begonnen werden.