18.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> 14 Jahre Haft für Sprengstoffanschlag auf BVB-Bus

14 Jahre Haft für Sprengstoffanschlag auf BVB-Bus

Landgericht verurteilt Sergej W. wegen versuchten Mordes

Wegen des Sprengstoffanschlags auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund hat das Dortmunder Landgericht den Angeklagten Sergej W. am Dienstag zu 14 Jahren Haft verurteilt.

Dortmund - Gut eineinhalb Jahre nach dem Attentat hielt die Strafkammer den Beschuldigten des Mordversuchs, des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und der gefährlichen Körperverletzung für schuldig. W. soll vor dem Anschlag auf einen fallenden Kurs der Borussia-Aktie gewettet haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte für W. lebenslange Haft wegen vielfachen Mordversuchs gefordert. Die Verteidigung plädierte auf eine Haftstrafe von weniger als zehn Jahren wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion.

Das Attentat vom 11. April 2017 hatte bundesweit Entsetzen hervorgerufen. W. gab in dem Prozess zu, unweit des Mannschaftshotels von Borussia Dortmund drei selbstgebaute Sprengsätze deponiert und beim Vorbeifahren des BVB-Busses gezündet zu haben. Mit dem Anschlag soll er einen dramatischen Kursverlust der BVB-Aktie angestrebt haben, um anschließend aufgrund seiner vorherigen Wetten einen beträchtlichen Gewinn einzustreichen.

Vor der Dortmunder Strafkammer gab W. allerdings an, er habe bei dem Anschlag niemanden töten wollen. Die Staatsanwaltschaft wies diese Darstellung zurück. Bei der Tat unmittelbar vor einem Champions-League-Heimspiel des Bundesligaklubs erlitt der damalige Dortmunder Defensivspieler Marc Bartra eine schwere Unterarmverletzung, ein dem Bus voranfahrender Motorradpolizist trug ein Knalltrauma davon.

(xity, AFP)


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