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13 Martinstaler für Ehrenamtler

OB Geisel zeichnet engagierte Mitmenschen aus

Bürger die sich seit mindestens zehn Jahren besonders intensiv ehrenamtlich engagieren oder aber beim ehrenamtlichen Engagement neue, innovative Wege gehen, werden auch in diesem Jahr mit dem Martinstaler ausgezeichnet.

Düsseldorf - Der Haupt- und Finanzausschuss hat diesmal aus 44 Vorschlägen insgesamt 13 Einzelpersonen beziehungsweise Organisationen für diese Ehrung ausgewählt. Oberbürgermeister Thomas Geisel hat die Martinstaler am Mittwoch, 17. Dezember, im Jan-Wellem-Saal des Rathauses verliehen. "Bürgerschaftliches Engagement ist eine wichtige Säule der Gesellschaft. Wer sich über lange Jahre oder mit besonders pfiffigen Ideen ehrenamtlich engagiert und somit Vorbild für andere ist, hat eine besondere Auszeichnung verdient. Der Martinstaler ist sichtbarer Ausdruck für die Wertschätzung der Stadt für dieses außergewöhnliche Engagement."
Der Martinstaler besteht aus einer 164 Gramm schweren Bronzemedaille. Diese hat einen Durchmesser von 63 Millimetern und zeigt auf der Vorderseite eine reliefartige Darstellung von Sankt Martin bei der Mantelteilung. Auf der Rückseite ist eingraviert: "17. Dezember 2014/Thomas Geisel/Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf".
Zu den "Veteranen" unter den Ehrenamtlern zählen:
Heinz Andree engagiert sich seit 50 Jahren im Brauchtum. So hat er sich in 37 Jahren vom Adjutanten zum Oberst bei den Volmerswerther Schützen hochgearbeitet. Außerdem gibt er seit 50 Jahren den Sankt Martin beim Martinszug in Hamm und ist seit zehn Jahren erster Vorsitzender des Kirchenchors von Sankt Cäcilia.
Klaus-Peter Dahmen ist seit 45 Jahren im Schützenwesen aktiv. Seit 30 Jahren ist er im Vorstand des Bürgerschützenvereins 1925 e.V. Düsseldorf-Rath. Darüber hinaus ist er 1. Vorsitzender der Interessengemeinschaft Düsseldorfer Schützenvereine e.V. Außerdem gibt er seit 32 Jahren den Sankt Martin und ist seit über 45 Jahren in der Weihnachtszeit als Nikolaus unterwegs.
Marion Kazmirek leitet seit 26 Jahren das Frauengesundheitszentrum Düsseldorf und ist bei der Kindernothilfe Duisburg, für das Friedensdorf Oberhausen, bei Greenpeace, Amnesty International, beim Frauenforum, in der Kommunalen Gesundheitskonferenz und bei den "Sozialdemokraten im Gesundheitswesen" aktiv. Außerdem unterstützt sie Hilfsprojekte in Afrika.
Manfred Klösters engagiert sich seit 45 Jahren bei den Derendorfer Jonges. Seit 33 Jahren ist er dort im Vorstand aktiv und leitet die Redaktion der monatlichen Vereinszeitschrift "der derendorfer". Darüber hinaus organisiert er seit 1996 den Martinszug in Derendorf und ist zudem seit 2013 Vorstandsmitglied im Förderverein für den Golzheimer Friedhof.
Ernst P.P. Lamers hat sich große Verdienste im Förderverein des SchifffahrtMuseums erworben, dessen erster Vorsitzender er seit 2008 ist. Er gehört dort zu den eifrigsten Sponsoren des SchifffahrtMuseums, hat weitere Spenden eingeworben und sich zudem in verschiedenen Gremien für das SchifffahrtMuseum eingesetzt.
Georg Lippitsch ist seit Jahrzehnten in der Pfarre Sankt Maria unter dem Kreuze und in der dortigen Katholischen Arbeitnehmerbewegung aktiv. Als Taxifahrer fährt er außerdem regelmäßig kranke, alte und behinderte Menschen kostengünstig oder sogar kostenlos zu Terminen. Er hilft bei Beerdigungen und pflegt auf eigene Kosten das Blumenbeet auf der Unterrather Straße.
Willi Nüsser war von 1993 bis 1998 der 2. Vorsitzende und von 1998 bis 2009 der 1. Vorsitzende der Vereinigung der Freunde des Martinsfestes Düsseldorf 1926 e.V. Er organisierte alljährlich den Martinszug in der Altstadt und stellte jahrelang den Bettler bei der Martinsfeier in den Rheinischen Landeskliniken.
Christian Schlachetzki ist Gründer und Vorsitzender der Initiative "Sehende helfen Blinden". So organisierte er als Mitglied der Briefmarkenfreunde Düsseldorf unter anderem 26 Briefmarkenausstellungen unter diesem Motto. Außerdem vertritt er die Belange von Menschen mit Behinderungen im "Runden Tisch Bauen" des städtischen Beirats für Menschen mit Behinderungen.
Inge Schmerbeck engagierte sich seit 20 Jahren in der Altenbetreuung der Diakonie und hat den "Kulturführerschein für Kids" (Lernen an außerschulischen Orten. Deutsch im Theater, Kunst im Museum etc.) mit entwickelt. Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass die Gemeinschaftsgrundschule Südallee aufgrund des Kulturführerscheins zur ersten Düsseldorfer "Grundschule mit Kulturprofil" wurde. Ihr neuestes Projektist die Aktion "Ich schenk dir mein Ohr", ein Angebot für Menschen, die Freude an einem Gespräch haben und denen der Partner dafür fehlt.
Als besonders innovativ wird zudem das Engagement folgender Personen gewürdigt:
Tim A. Küsters engagiert sich seit 15 Jahren politisch und in seiner Pfarrgemeinde. So war er von 1999 bis 2009 im Pfarrgemeinderat und von 1997 bis 2002 als Jugendgruppenleiter in der katholischen Kirchengemeinde Angermund aktiv. Er ist zudem Ortsvorsitzender der CDU Angermund und war bis 2011 Mitglied der Bezirksvertretung 5. 2008 gründete er den Verein "Adventsfreunde Angermund e.V."
Carla Meurer und Carmen Winterberg haben 2010 den Verein "Mentor" gegründet, der sich zum Ziel gesetzt hat bei Kindern die Freude am Lesen zu wecken. Inzwischen sind rund 200 Mentoren als Leselernhelfer in Düsseldorf unterwegs.
Marian Poths vom Schnibbel-Theater veranstaltet zusammen mit 40 Mitstreiterinnen und Mitstreitern seit zwölf Jahren Theateraufführungen in Düsseldorfer Mundart und stiftet den Erlös für wohltätige Zwecke, wie beispielsweise für das Flingern Mobil, die Kinderkrebsklinik, die Kinder-Aidshilfe, KiD – Facheinrichtung für gewaltgeschädigte Kinder und die Armenküche.
Andreas und Sabine Vogt vom Freundeskreis Himmelgeister Kastanie setzen sich mit vielen kreativen Ideen für den Erhalt der 200-jährigen Kastanie im Himmelgeister Rheinbogen ein. Als Sekretär der "Baumgeister" ist es Andreas Vogt gelungen, das Naturdenkmal weit über die Grenzen Düsseldorfs und sogar über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt zu machen. Daneben setzt sich Andreas Vogt für die "Elfmeter-Stiftung für rückenmarksverletzte/-erkrankte Kinder" und das ambulante Kinder- und Jugendhospiz ein. Er organisierte zahlreiche Benefizveranstaltungen und beteiligte sich am Stadtjubiläum mit einem eigenen Fotowettbewerb.

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