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1,1 Millionen Flüchtlinge in 2015 bestätigt

Auch Zahl der Asylanträge erreicht Rekordhoch

Im vergangenen Jahr sind 1,1 Millionen Flüchtlinge nach Deutschland gekommen.

Berlin - Dies geht aus der Asylstatistik für 2015 hervor, die Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) in Berlin veröffentlichte. Die 1,1 Millionen Flüchtlinge wurden im so genannten EASY-Verfahren erfasst, bei dem die Flüchtlinge nach ihrer Einreise auf die Erstaufnahmeeinrichtungen verteilt werden.

Die Zahl der tatsächlich gestellten Asylanträge lag mit knapp 477.000 deutlich niedriger. Dies liegt daran, dass es oft sehr lange dauert, bis ein eingereister Flüchtlinge einen Asylantrag stellen kann. Gleichwohl wurde die höchste Zahl an Asylanträgen registriert, die es je in einem Jahr in Deutschland gab, wie de Maizière mitteilte. Den größten Anteil unter den Antragsstellern bilden die Flüchtlinge aus Syrien.

Im vergangenen Jahr hatte der Innenminister zunächst die Gesamtzahl von 800.000 nach Deutschland einreisenden Flüchtlingen prognostiziert. Allerdings war seit längerem davon ausgegangen worden, dass die tatsächliche Zahl höher liegen wird. Nun bestätigte de Maizière die Zahl von 1,1 Millionen, die zuvor in Medienberichten bereits genannt worden war.

Aus Syrien kamen 428.000 der knapp 1,1 Millionen Flüchtlinge. Den zweithöchsten Anteil stellte Afghanistan mit 154.000, gefolgt von Irak mit 122.000, Albanien mit 69.000 und Kosovo mit 33.000.

Bei den 477.000 Asylanträgen ergibt sich eine etwas andere Reihenfolge. Aus Syrien kamen knapp 163.000 der Antragsteller, gefolgt von Albanien mit knapp 55.000 Antragstellern. Auf Platz drei landete Kosovo mit 37.000, gefolgt von Afghanistan mit fast 32.000 und Irak mit gut 31.000. Die Gesamtzahl war mehr als doppelt so hoch wie 2014, als 203.000 Anträge registriert wurden. Die Statistik erfasst sowohl Erst-, als auch Folgeanträge.

Mehr als verdoppelt hat sich auch die Zahl der Asylentscheidungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf). Waren es 2014 noch 129.000 Entscheidungen, stieg die Zahl im vergangenen Jahr auf 283.000. Das Bamf hatte wegen des großen Antragstaus zuletzt Kritik auf sich gezogen.

(xity, AFP)


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