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10. Jugend-Landtag NRW gestartet

199 Jugendliche nehmen in diesem Jahr teil

Demokratie verstehen, Politik lernen, Entscheidungen mitgestalten - das steht drei Tage lang auf dem Stundenplan der 199 Jugendlichen, die am Jugend-Landtag 2019 teilnehmen.

Düsseldorf - Bis Samstag, 6. Juli 2019, nehmen die 16- bis 20-Jährigen die Plätze der Abgeordneten ein und befassen sich unter anderem mit den Themen „Einführung einer allgemeinen Impfpflicht als Voraussetzung für einen Kita-Platz“ und „ÖPNV attraktiver machen“.

Der Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen, André Kuper, begrüßt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam mit  Vizepräsidentin Angela Freimuth und Vizepräsident Oliver Keymis im Plenarsaal des Landtags. „Jugendliche nehmen Politik wieder stärker wahr, das ist mein Eindruck nicht erst seit den ‚Fridays for future‘-Demonstrationen. Demokratie funktioniert nur, wenn sich alle einmischen und alle in unserer Gesellschaft über unsere gemeinsame Zukunft mitreden. Dazu gehört, dass man seine Meinung vertritt, einander zuhört und am Ende auch bereit ist, einen Kompromiss zu schließen. Die Bereitschaft zum Kompromiss unterscheidet unsere Demokratie von allen anderen Staatsformen“, sagte André Kuper. Präsident des Jugend-Landtags ist der 17-Jährige Lukas Krause aus Schloß Holte-Stukenbrock im Kreis Gütersloh.

Zum zehnten Mal befassen sich junge Menschen aus allen Teilen des Landes im Rahmen des Jugend-Landtags mit aktuellen Fragen der Landespolitik. Mehr als 1800 Jugendliche haben an den bisherigen Jugend-Landtagen teilgenommen. Sie stellten 18 Anträge zu den verschiedensten Themen, besonders häufig waren die Schulpolitik, der ÖPNV sowie die Digitalisierung Thema der Anträge. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten darüber hinaus in neun Aktuellen Stunden zu aktuellen Themen der Landespolitik und zwei Mal kam es zu einem Hammelsprung: 2013 zum Nichtraucherschutzgesetz und 2015 zur Studienvergabe.

Der Ablauf des Jugend-Landtags orientiert sich an der Arbeitsweise des Landtags: Die Themen werden zunächst in den Fraktionen (Donnerstag) beraten, dann in Sachverständigenanhörungen und Ausschüssen beraten (Freitag) und schließlich in der Plenarsitzung abgestimmt - einschließlich echter Reden vor voll besetztem Plenarsaal. Auch Aktuelle Stunden können für die Plenarsitzung beantragt werden. 

Die Jugendlichen, die sich bei den Abgeordneten des Landtags beworben haben, werden sich zu Jugend-Landtagsfraktionen von CDU, SPD, FDP, Grünen und AfD zusammenschließen und auch Fraktionsvorsitzende wählen. Am Freitag können sie sie sich dann ab 19 Uhr mit Mitgliedern des Landtags beim „Parlamentarischer Abend“ austauschen.


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