17.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> 100.000 Euro für Handtaschen und Schmuck

100.000 Euro für Handtaschen und Schmuck

34-jährige geht Düsseldorfer Zoll ins Netz

Handtaschen und Schmuck im Wert von fast 100.000 Euro stellten Zöllner am Düsseldorfer Flughafen bei einer 34-jährigen Reisenden sicher.

Düsseldorf - Die Beschuldigte reiste in Begleitung ihres Freundes am 24. Juni aus der Schweiz ein und wollte den Zollbereich durch den grünen Ausgang für anmeldefreie Waren verlassen, als Zöllner sie zur Kontrolle des Reisegepäcks baten.

Auf Befragen gab die Frau, die in Begleitung ihres 36-jährigen Freundes reiste, an, dass sie in der Schweiz keine Waren eingekauft habe. Bei der Kontrolle fanden die Zöllner in einer teuren Markenhandtasche zunächst ein Schmuckstück von dem die Reisende behauptete, sie hätte es vor einem Jahr für 10.000 Euro in Berlin gekauft. Daraufhin fanden die Zöllner jedoch einen Kassenzettel aus der Schweiz, der genau jenes Schmuckstück mit einem Wert von 18 000 Euro auswies. Nun misstrauisch geworden, untersuchten sie die Handtasche genauer und stellten fest, dass die Metallteile noch mit Folie beklebt waren. Trotzdem behauptete die Beschuldigte, dass die Tasche alt und außerdem eine Fälschung sei, die sie mal in China gekauft habe.

In einem Koffertrolley fanden die Zöllner weitere Luxusaccessoires und weitere Kassenzettel, die alle Waren als neu und original auswiesen. Jetzt erklärte die Frau, sie habe alle Waren in der Schweiz gekauft. Ihre Eltern, die ebenfalls Urlaub in der Schweiz machten, wollten die Sachen eigentlich mit nach China nehmen. Dies sei wegen der Menge aber nicht möglich gewesen. Sie habe daher zunächst alles mitgenommen und später nach China ausführen wollen. Dass sie die Waren beim Zoll hätte anmelden müssen, hätte sie angeblich nicht gewusst. Umso besser wusste sie wohl, wie sie die Rückerstattung der schweizerischen Mehrwertsteuer beantragen muss, denn diese Belege befanden sich ebenfalls im Trolley.

Die Zöllner leiteten gegen die Beschuldigte ein Steuerstrafverfahren wegen versuchter Steuerhinterziehung ein. Der Steuerschaden beläuft sich auf rund 21 000 Euro. Die Waren sind bis zum Abschluss des Verfahrens sichergestellt.


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