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"Moskauer Positionen in Düsseldorf/22"

Ausstellung im Atelier am Eck

Tim Parchikov und Ivan Lungin wurden im Rahmen des Künstleraustausches zwischen Düsseldorf und Moskau für zwei Monate eingeladen, in Düsseldorf zu leben und zu arbeiten.

Düsseldorf - Sie sind Stipendiaten der Landeshauptstadt Düsseldorf. Von Freitag, 9. November bis zum Montag, 26. November 2018, präsentieren sie im Atelier am Eck, Himmelgeister Straße 107E, ihre Werke. Am Donnerstag, 8. November 2018, findet um 19.00 Uhr die Eröffnung statt.

Der Filmemacher, Videokünstler und Fotograf Tim Parchikov, geboren 1983, betont in seinen Arbeiten die einzelne Figur, wie auch urbane Architektur und weite Landschaften in intensiven Farben, Licht und Kontraste. Seine Serien bilden Narrationen mit dem Menschen im Mittelpunkt. Es geht ihm um Momente der Transformation mit ungewissem Ausgang, die er wie in einem Spielfilm inszeniert. In Düsseldorf konfrontiert Tim Parchikov die Betrachter ironisch mit einem neuen fotographischen Phänomen, das ihm bei Suchmaschinen im Internet begegnet. In einer Art "Turingtest" fordert die Suchmaschine den Benutzer auf, sich anhand von Bilderkennung als menschliches Wesen auszuweisen, um maschinelle Abfragen zu blockieren, wobei das Programm der Suchmaschine zugleich trainiert wird, menschliche Bilderkennung zu imitieren.

Der Moskauer Künstler Ivan Lungin, geboren 1979, hat in seiner Fotografie, mehr noch in seiner emotional aufgeladenen Malerei und seinen Installationen, die Farben und die Details des Figürlichen extrem reduziert und abstrahiert. Dabei bleibt jedoch eine spontane und natürliche Geste im Vordergrund, die die Werke unabgeschlossen erscheinen lässt, und sie so von jeder handwerklichen Perfektion absetzt. Lungin hat in seiner Kunst eine düstere und hoffnungslose Perspektive eingenommen, und steht damit in der lyrischen Tradition der russischen Kunst der Siebziger Jahre. In Düsseldorf fertigt Ivan Lungin als Installation das abstrakte Modell einer Stadt an, wie sie beim ersten Besuch eines Betrachters nur in ihren wiedererkennbaren Elementen erscheint.


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