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"Das alte Morsche ist zusammengebrochen..."

Reihe thematisiert Zeit nach dem Ersten Weltkrieg

Vor 100 Jahren endete im November 1918 der Erste Weltkrieg, in dem über 17 Millionen Menschen getötet wurden. Im November 1918 begann der Neuanfang in Deutschland und anderen Staaten Europas.

Düsseldorf - Mit der Veranstaltungsreihe "Das alte Morsche ist zusammengebrochen ..." greifen die Stadtbüchereien Düsseldorf, das Stadtarchiv Düsseldorf, die Heinrich-Heine-Universität, die Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e. V. und der Düsseldorfer Appell/Respekt und Mut das Thema auf.

Die Reihe startet am Donnerstag, 27. September, um 20 Uhr in der Zentralbibliothek am Bertha-von-Suttner-Platz 1 mit der Lesung "Lyrik und Epochenwechsel". Der Düsseldorfer Lyriker Frank Schablewski wird eine Auswahl von Gedichten unter anderem von Walter Hasenclever, Klabund, Erich Mühsam und Kurt Tucholsky vorstellen, die den Umbruch lyrisch auf vielfältige Weise ausdrücken.

Am Dienstag, 13. November, liest Daniel Schönpflug aus seinem Buch "Kometenjahre. 1918. Die Welt im Aufbruch" um 19 Uhr im Gerhart-Hauptmann-Haus an der Bismarckstraße vor. Der Historiker Daniel Schönpflug lehrt Geschichte an der Freien Universität Berlin und ist wissenschaftlicher Koordinator des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Sein Buch beschreibt den Epochenumbruch 1918 aus der individuellen Perspektive von Menschen, die die Zeitenwende erfahren und geprägt haben.

Jörn Leonhard, Professor für Geschichte an der Universität Freiburg, stellt am Dienstag, 20. November, um 20 Uhr im Haus der Universität am Schadowplatz sein Buch "Der überforderte Frieden. Versailles und die Welt 1918-1923" vor. In verschiedenen Perspektiven zeigt Jörn Leonhard, wie sich Aufbrüche und Untergänge, Revolutionen und fortdauernde Kämpfe mit der Suche nach Frieden verbanden. Dabei werden die hochfliegenden Erwartungen und die teils widersprüchlichen Versprechen ebenso deutlich wie die erdrückenden Probleme bei der Umsetzung und die Unterschiede zwischen den Annahmen in Paris und den Realitäten vor Ort.

Der demokratische Neuanfang in Düsseldorf steht im Zentrum der Lesung "... und den Kronprinzen mag man auch nicht" am Donnerstag, 22. November, um 20 Uhr in der Zentralbibliothek am Bertha-von-Suttner-Platz. Der Düsseldorfer Maler und Akademieprofessor Willy Spatz und der Literat Emil Johann Friderici führten während des gesamten Kriegs Tagebuch. Die großen Umwälzungen, Unsicherheiten und Zukunftsängste sind hier mit den Händen greifbar. Aus den im Stadtarchiv Düsseldorf aufbewahrten, einzigartigen Quellen werden diese zeitgenössischen Wahrnehmungen von Kriegsende und Revolution mit musikalischer Umrahmung nacherzählt.


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