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"mutig – weiblich – unvergessen"

Düsseldorfer Frauen in der Geschichte

Von Luise Rainer bis Cilly Helten: Sonderausstellung im Institut an der Mühlenstraße stellt 16 weibliche Persönlichkeiten der Düsseldorfer Geschichte vor.

Düsseldorf - Ein Dienstmädchen schließt sich der sozialistischen Frauenbewegung an, um eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Frauen zu erwirken. Eine Düsseldorfer Frau, die immer wieder gezwungen ist, sich selbst neu zu erfinden, wird schließlich zur meistgemalten Frau Deutschlands. Eine Medizinstudentin, die sich nicht von einer von Männern dominierten preußischen Bürokratie verunsichern lässt, eröffnet schließlich als erste Frau eine Privatpraxis in Düsseldorf: "mutig – weiblich – unvergessen. Düsseldorfer Frauen in der Geschichte" heißt die neue Sonderausstellung, die ab Dienstag, 5. Februar, bis Sonntag, 24. März, in der Mahn- und Gedenkstätte, Mühlenstraße 29, zu sehen ist, und die sechzehn Frauen damit ehren möchte.

Aufbauend auf einem Projekt des Gleichstellungsbüros und des Stadtarchivs aus dem Jahr 2017 beleuchtet die Ausstellung die Lebenswege der einzelnen Frauen und blickt auf den Düsseldorfer Stadtplan: Elf von ihnen sind bereits in der Stadt mit einer Platz- oder Straßenbenennung gewürdigt worden. Damit gehören sie zu den ganz wenigen Frauen, denen diese Ehre in Düsseldorf zu Teil wurde.

Eine der Frauen, die in der Ausstellung vorgestellt werden, ist Marie Juchacz. Sie ist aktuell im Rahmen von "100 Jahre Frauenwahlrecht" in aller Munde: Schon früh war sie für die SPD aktiv und hielt am 19. Februar 1919 als erste Frau überhaupt eine Rede im Reichstag. Sie starb 1956 in Düsseldorf und seit 1982 ist eine Straße im Stadtteil Mörsenbroich nach ihr benannt. Ebenfalls vertreten in der Ausstellung ist die Journalistin und Verlegerin Hulda Pankok. Sie steht häufig im Schatten des Künstlers Otto Pankok. 1937 erhält sie von den Nationalsozialisten ein Berufsverbot und versteckt im eigenen Exil, gemeinsam mit ihrem Mann, das befreundete Ehepaar Barz. Hierfür wird sie 2013 von der Gedenkstätte Yad Vashem als "Gerechte unter den Völkern" geehrt.

Folgende sechszehn Frauen werden in der Ausstellung vorgestellt: Marie Juchacz, Luise Rainer, Louise Dumont, Lotte Wicke, Lore Agnes, Geschwister Aufricht, Ella Bial, Erna Eckstein, Tilde Klose, Rose Ausländer, Johanna Ey (alle mit Straßenbenennung) sowie Cilly Helten, Hulda Pankok, Hedwig Jung-Danielewicz, Hilde Neyses und Selma Meyer (ohne Straßenbenennung).

Die Ausstellungseröffnung findet am Montag, 4. Februar, 19 Uhr in der Mahn- und Gedenkstätte, Mühlenstraßen 29, statt. Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke wird ein Grußwort sprechen.

Zur Sonderausstellung gibt es am Dienstag, 12. März, eine öffentliche und kostenfreie Kuratorinnenführung um 19 Uhr. Individuelle Führungen durch die Sonderausstellung können telefonisch unter der Rufnummer 0211-8996205 gebucht werden. Der Eintritt ist frei. Die Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags und sonntags von 11 bis 17 Uhr, samstags von 13 bis 17 Uhr, montags geschlossen.


"mutig – weiblich – unvergessen"
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