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"Schade, dass sie eine Hure war"

Uraufführung im Opernhaus Düsseldorf

Die Uraufführung fand am 16. Februar mit großem Zuspruch des Publikums im Opernhaus Düsseldorf statt, wo am 8., 10. und 17. März noch drei Vorstellungen auf dem Programm stehen.

Düsseldorf - Die Liebenden Giovanni und Annabella stammen nicht aus verfeindeten Familien, sondern sie sind ein Geschwisterpaar. Ihrem Lebensglück stehen ihre von Inzest geprägten Neigungen gegenüber. Das dunkle Netz von Intrigen, das sie umgibt, ist grobmaschig und derb gestrickt, so dass sein tödliches Gift meist voraussehbar den Falschen trifft. Annabellas verschmähte Hochzeitsanwärter metzeln sich gegenseitig nieder, während sie von ihrem Bruder geschwängert wird und notgedrungen in die Ehe mit einem der Bewerber einwilligt, um die Blutschande zu vertuschen. Von manischer Leidenschaft getrieben tötet Giovanni die Geliebte und setzt all jene unter Schock, die dieses grausame Intrigenspiel überlebt haben.

Der Shakespeare-Zeitgenosse John Ford zog in seinem Drama „Schade, dass sie ein Hure war“ alle Register des elisabethanischen Schauerdramas, das für die Oper späterer Jahre zu einer wahren Fundgrube wurde. Für den 1979 in Aachen geborenen Komponisten Anno Schreier spiegeln sich darin Grundmuster der Oper, deren Überhöhungen, Absurditäten und abgrundtiefe Emotionalität er durch eine anspielungsreiche musikalische Bildlichkeit zu einer expressiven und lustvollen Oper über die Oper zusammenfügt.

Die musikalische Leitung liegt bei Lukas Beikircher. Die Annabella wird gespielt von Lavinia Dames und Elena Fink. Der Giovanni wird gespielt von Jussi Myllys.

Die Uraufführung fand am 16. Februar mit großem Zuspruch von Publikum und Presse im Opernhaus Düsseldorf statt, wo am 8., 10. und 17. März noch drei Vorstellungen auf dem Programm stehen.


"Schade, dass sie eine Hure war"
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