Videoabend der Kunstmuseen Krefeld

Filme von Joseph Beuys und Gerry Schum

Die Kunstmuseen Krefeld bieten am Donnerstag, 12. Juni 2014, um 19 Uhr im Museum Haus Esters an der Wilhelmshofallee 91-97 einen Videoabend zum Materialbegriff der 1960er-Jahre an.

by xity nrw 2014-06-06T09:34:56+0200

Filme von Joseph Beuys, Richard Serra und Gerry Schum im Haus Esters. (xity-Foto: E. Aslanidou)

Krefeld - Im Kontext der künstlerischen Avantgarden der 1960er-Jahre in Europa und den USA wurden Materialien etabliert, die zuvor als kunstfern galten. Verbunden mit dem neuen Materialverständnis war ein prozessualer Werkcharakter, der dem Medium Film einen besonderen Rang einräumte. Zur Einführung spricht Museumspädagoge Thomas Janzen.

Der Film "Eurasienstab“ (1968, schwarzweiß (sw), Ton, 22 Minuten) von Joseph Beuys geht auf eine gleichnamige Aktion in der Galerie Wide White Space in Antwerpen zurück, die Beuys für die Kamera wiederholt hat. In den drei kurzen Filmen des amerikanischen Bildhauers Richard Serra (Hand Catching Lead, 1968, sw, ohne Ton, vier Minuten; Hands Tied, 1968, sw, ohne Ton, vier Minuten; Hands Scraping, 1968, sw, ohne Ton, fünf Minuten) bezieht die Kamera jeweils eine statische Position, aus der heraus sie den energetischen, materialbezogenen Prozess einfacher Handlungen (beispielsweise das Auffangen von Bleistücken) umso eindrücklicher wiedergibt.

Die Fernsehausstellung "Land Art“ (1969, sw, Ton, 36 Minuten) von Gerry Schum gibt mit acht unmittelbar aneinandergereihten Arbeiten von Richard Long, Barry Flanagan, Dennis Oppenheim, Roberts Smithson, Marinus Boezem, Jan Dibbets, Walter de Maria und Michael Heizer einen repräsentativen Querschnitt der damals virulenten elementaren Natur- und Materialauffassung. Der Eintritt für den Videoabend entspricht dem üblichen Museumseintritt. Weitere Informationen stehen unter www.kunstmuseenkrefeld.de.

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