Union will Bordelle schärfer kontrollieren lassen

Gesetz gegen Zwangsprostitution bis Sommer geplant

Im Kampf gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel will die Union stärkere Kontrollen von Bordellen durchsetzen und Freiern mit Strafe drohen.

by xity deutschland 2014-04-07T16:30:09+0200

Union will Bordelle schärfer kontrollieren lassen (© 2014 AFP)

Berlin - Die Polizei und andere Behörden müssten Prostitutionsbetriebe künftig auch ohne konkreten Verdacht kontrollieren dürfen, sagte Fraktionsvize Thomas Strobl (CDU) der "Stuttgarter Zeitung". Die Unionsfraktion wolle am Dienstag ein Eckpunktepapier zu dem Thema vorstellen.

"Zudem werden wir die Freier stärker in die Verantwortung nehmen", sagte Strobl. Ein Freier solle sich künftig nicht herausreden können, wenn eine Zwangsprostituierte offensichtliche Spuren von Misshandlungen aufweise. "Wenn er dennoch Sex mit ihr hat, macht er sich künftig strafbar", sagte der CDU-Politiker.

Die Situation ausländischer Zwangsprostituierter will die Union durch ein verbessertes Aufenthaltsrecht erleichtern. Dies solle dann greifen, "wenn sie im Strafverfahren gegen ihren Peiniger mitwirken", sagte Strobl. Bislang melden sich ausländische Zwangsprostituierte oft nicht bei der Polizei, weil sie keine Aufenthaltserlaubnis haben und ihre Abschiebung fürchten. Nach Strobls Worten strebt die Union bis Sommer eine Einigung mit dem Koalitionspartner SPD zu dem Gesetzentwurf an.

(xity, AFP)

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