Tod eines Babys an der Uniklink Marburg wird untersucht

Leiche des Kindes nach Festnahme einer Mitarbeiterin exhumiert

Nach der Festnahme einer Mitarbeiterin der Uniklinik Marburg wegen erhöhter Werte eines Narkosemittels im Blut eines Frühchens wird nun auch der Fall eines im Dezember verstorbenen Babys untersucht.

by xity deutschland 2016-02-12T12:43:02+0100

Tod eines Babys an der Uniklink Marburg wird untersucht (© 2016 AFP)

Marburg - Im Zusammenhang mit den Ermittlungen sei am Freitag dessen Leiche exhumiert worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Es bestehe der Verdacht einer missbräuchlichen Medikamentenvergabe durch die Beschuldigte.

Gegen die Klinikmitarbeiterin war am Wochenende ein Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des versuchten Totschlags erhoben worden. Die Uniklink hatte zuvor die Polizei über die nicht erklärbaren erhöhten Werte eines Narkosemittels im Blut eines 30 Tage alten Mädchens informiert.

Die Leiche des im Dezember verstorbenen Babys soll nun obduziert werden. Es müsse geklärt werden, ob der Verdacht eines vollendeten Tötungsdeliktes bestätigt werden könne, erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft. Die gerichtsmedizinischen Untersuchungen würden aber einige Zeit in Anspruch nehmen.

(xity, AFP)

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