Strässer fordert Rettungsmission für Flüchtlinge

Menschenrechtsbeauftragter in Sorge um Einwanderer

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Strässer (SPD), hat angesichts der Flüchtlingsdramen auf dem Mittelmeer mehr Anstrengungen der Bundesregierung für den Schutz der Migranten gefordert.

by xity deutschland 2015-04-14T07:04:40+0200

Strässer fordert Rettungsmission für Flüchtlinge (© 2015 AFP)

Berlin - "Deutschland sollte beim Flüchtlingsschutz auf europäischer Ebene eine Vorreiterrolle einnehmen und auf die Schaffung eines reinen Seenotrettungsprogramms hinarbeiten," sagte Strässer der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Ihm schwebe eine Neuauflage der italienischen Rettungsmission "Mare nostrum" vor.

Strässer sieht eine besondere moralische Verpflichtung in der Flüchtlingspolitik ? "als Europäer müssen wir unsere Werte auch an den Außengrenzen leben", sagte er. Auch Frank Schwabe, Menschenrechtspolitiker der SPD-Bundestagsfraktion, mahnte in dem Blatt eine neue Flüchtlingspolitik an. "Wir beklagen die Not der Menschen in Syrien und dem Irak, sehen aber dem Sterben im Mittelmeer tatenlos zu."

Schwabe forderte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) zu raschem Handeln auf: "Ich erwarte, dass der Bundesinnenminister nicht darauf wartet, dass andere in der EU sich regen, sondern sich mit aller Macht für eine neue Seenotrettungsmission einsetzt und das Kontingent für syrische Flüchtlinge, die legal nach Europa kommen können, deutlich erhöht." Derzeit umfasst das EU-Kontingent 34.000 Plätze - "nötig wären aber mindestens 200.000", sagte Schwabe.

(xity, AFP)

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