Schäuble sieht Anzeichen für gefährliche Immobilienblase

"Maß an Liquidität zu groß und Zinsniveau zu niedrig"

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) betrachtet die Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt mit Sorge: "Auf die Dauer ist das Maß an Liquidität zu groß und das Zinsniveau zu niedrig."

by xity deutschland 2014-06-19T15:28:41+0200

Schäuble sieht Anzeichen für gefährliche Immobilienblase (© 2014 AFP)

Berlin - Derzeit gebe es im Immobiliensektor Anzeichen "für Preisentwicklungen, die gefährlich sind", sagte Schäuble bei einer Pressekonferenz mit seinem US-Kollegen Jacob Lew in Berlin. "Auf die Dauer ist das Maß an Liquidität zu groß und das Zinsniveau zu niedrig", sagte Schäuble angesichts der steigenden Immobilienpreise bei anhaltend niedrigen Zinsen.

Nun sei es an der Politik, die notwendigen Entscheidungen zu treffen, sagte der Finanzminister. Sie müsse den Spielraum nutzen, den die Europäische Zentralbank (EZB) der Politik mit ihren jüngsten Entscheidungen verschafft habe.

Im Kampf gegen die niedrige Inflation und eine zögerliche Kreditvergabe in einigen Ländern des Euroraums hatte die EZB Anfang Juni unter anderem den Leitzins für die Eurozone auf ein historisches Tief von 0,15 Prozent gesenkt. Wegen der anhaltend niedrigen Zinsen warnen Experten vor spekulativen Übertreibungen an den Finanz- und Immobilienmärkten.

(xity, AFP)

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