Optimismus bei CDU und FDP nach erstem Dreiergespräch über Jamaika in Bremen

Sondierungen nach Bürgerschaftswahl

Nach dem ersten Sondierungsgespräch über eine Jamaika-Koalition in Dreierkonstellation haben sich die Bremer CDU und FDP optimistisch gezeigt.

by xity deutschland 2019-06-03T12:46:08+0200

Optimismus bei CDU und FDP nach erstem Dreiergespräch über Jamaika in Bremen (© 2019 AFP)

Bremen - Auch das neuerliche Treffen habe in einem guten und konstruktiven Klima stattgefunden, hieß es von der CDU. Aus ihrer Sicht seien trotz der unterschiedlichen Positionen der beteiligten Parteien keine unüberbrückbaren Probleme erkennbar.

Ähnlich äußerte sich die FDP. Das erste gemeinsame Gespräch aller drei potenziellen Partner "stimmt uns optimistisch für Jamaika", erklärten die Bremer Liberalen nach dem Treffen in der CDU-Zentrale in Bremen. Dort hatten die Spitzenvertreter von CDU, Grünen und FDP nach vorangegangenen Zweiergesprächen erstmals zu dritt beraten.

Nach der Bremer Bürgerschaftswahl vom 26. Mai sondieren die Parteien derzeit die Chancen zur Bildung verschiedener Koalitionen. Möglich wäre ein Jamaika-Bündnis aus dem Wahlsieger CDU mit den Grünen und der FDP und eine rot-grün-rote Koalition aus SPD, Grünen und Linken. SPD, Grüne sowie Linke wollten die Situation am Montagnachmittag in der Hansestadt ebenfalls erstmals bei einem Dreiertreffen besprechen.

Den Grünen kommt bei der Regierungsbildung einen Schlüsselposition zu. Entscheidungen werden bereits in den kommenden Tagen erwartet. Am Donnerstag wird eine Landesmitgliederversammlung voraussichtlich darüber entscheiden, ob die Partei formell in Verhandlungen zur Bildung von Jamaika oder Rot-Grün-Rot eintritt. Zuvor wird eine Empfehlung des Landesvorstands für eine dieser Optionen erwartet.

CDU und FDP streben die Bildung einer Jamaika-Koalition an, um die in Bremen seit mehr als 70 Jahren regierende SPD von der Macht zu verdrängen. Die SPD möchte dies durch ein rot-grün-rotes Bündnis verhindern. Bei der Bürgerschaftswahl war die CDU laut vorläufigem amtlichem Ergebnis mit 26,7 Prozent erstmals stärkste Kraft vor der SPD geworden, die nach herben Verlusten nur 24,9 Prozent erreichte.

Die Grünen, die die vergangenen vier Jahre gemeinsam mit der SPD in einer rot-grünen Koalition regierten, kamen auf 17,4 Prozent, die Linken 11,3 Prozent und die FDP sechs Prozent. Die AfD holte 6,1 Prozent der Stimmen. Da die SPD Koalitionen mit CDU und FDP vor der Wahl ausschloss, sind Jamaika und Rot-Grün-Rot die einzigen Optionen.

(xity, AFP)

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