Kardinal Marx gibt Vorsitz der Bischofskonferenz ab

Rückzug in Brief mit hohem Alter begründet

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx zieht sich vom Vorsitz der katholischen Deutschen Bischofskonferenz zurück. Er stehe für eine eventuelle zweite Amtszeit nicht zur Verfügung, schrieb Marx in einem Brief an die Bischofskonferenz.

by xity deutschland 2020-02-11T09:20:06+0100

Kardinal Marx gibt Vorsitz der Bischofskonferenz ab (© 2020 AFP)

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx zieht sich vom Vorsitz der katholischen Deutschen Bischofskonferenz zurück. Er stehe für eine eventuelle zweite Amtszeit nicht zur Verfügung, schrieb Marx in einem am Dienstag veröffentlichten Brief an die Bischofskonferenz. Marx begründete dies mit seinem Alter - am Ende der nächsten Amtszeit wäre er 72 Jahre alt.

Die Bischofskonferenz trifft sich vom 2. bis zum 5. März in Mainz zu ihrer Frühjahrsvollversammlung. Ein Programmpunkt ist die turnusmäßige Wahl des Vorsitzenden. "Ich finde, es sollte die jüngere Generation an die Reihe kommen - und vielleicht ist es auch gut, wenn es häufiger einen Wechsel in dieser Aufgabe gibt", schrieb Marx in seinem Brief an die anderen Bischöfe.

Marx hatte in seiner bisherigen Amtszeit einige Anstrengungen zur Aufarbeitung des Missbrauchsskandals der deutschen katholischen Kirche unternommen, aktuell läuft dazu der sogenannte synodale Weg. Konservative Bischöfe kritisieren diesen synodalen Weg allerdings offen, namhaftester Kritiker ist der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki.

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